Rudern: Das Comeback ist geglückt

Rudern : Das Comeback ist geglückt

Rudern Erstmals nach fünf Jahren geht die internationale Regatta wieder im Sportpark über die Bühne. Für die Gastgeber gibt es positive Rückmeldungen. Auch die Bundesliga hat ihren Platz gefunden

Fünf Jahre sind eine lange Zeit. 2014 war letztmals die internationale Ruder-Regatta auf der Regattabahn im Sportpark Wedau über die Bühne gegangen. Der folgende Umbau der Wettkampfstätte sorgte dafür, dass die Ruderfreunde seitdem einen Bogen um Duisburg gemacht haben. Sowohl das fachkundige Publikum als auch die Sportler selbst scheinen aber auf das Comeback nur gewartet zu haben. Diesen ausgezeichneten Eindruck hinterließ jedenfalls die internationale Regatta am vergangenen Wochenende.

„Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen von den Athletinnen und Athleten bekommen. Auch die Offiziellen haben uns für die gute Organisation gelobt“, sagt Thomas Küpper, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins International Wedau Regatta. Knapp 1000 Aktive setzten sich an den drei Wettkampftagen ins Boot – ein Teilnehmerrekord. Unter den 14 angereisten Nationen war erstmals auch Chile; für den Deutschen Ruder-Verband ging die komplette Nationalmannschaft an den Start.

Dabei lag das Augenmerk wie so häufig auf dem Flaggschiff des DRV, dem Deutschland-Achter, der seine Saisonpremiere in Duisburg erlebte. Die fiel am Samstag gelungen aus, denn Bundestrainer Ralf Holtmeyer sah gemeinsam mit etwa 1000 weiteren Besuchern einen Sieg mit knapp einer Länge Vorsprung vor dem Leander Club aus England und dem Boot der University of Oxford. Tags darauf wurde die Mannschaft um Schlagmann Hannes Ocik beim Sana-Achter-Cup ein weiteres Mal Erster vor dem zweiten deutschen Boot und vier Crews aus Großbritannien.

Die Reihenfolge sah bei den weiteren Königsdisziplinen teilweise etwas anders aus. So mussten die deutschen Achter-Frauen im König-Pilsener-Cup der Konkurrenz den Vortritt lassen: Großbritannien siegte hier vor den Niederlanden. Dasselbe Bild dann tags darauf beim Rennen um den Sparkassen-Cup im Vierer ohne Steuermann: Erster Großbritannien, Zweiter die Niederlande, Dritter Deutschland. Das Finale im Zweier gewann Tschechien vor Chile und Großbritannien; Deutschland landete hier auf Rang sechs.

Keine Randnotiz blieb die erstmalige Einbindung der Ruder-Bundesliga in das Geschehen der internationalen Regatta. „Die Einbettung haben im Vorfeld viele skeptisch gesehen, doch nach diesem Tag sind alle begeistert“, sagte Thomas Küpper, der auch diese Herausforderung gemeinsam mit seinem Team aus rund 150 ehrenamtlichen Helfern meisterte. 26 Teams aus ganz Deutschland gingen auf der Wedau an den Start, um auf der 350-Meter-Sprintstrecke Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. „Die Internationalen sahen zum ersten Mal eine Sprint-Regatta und vielleicht die Zukunft des Ruderns, und die Sprinter sahen die Ruder-Elite. Das war eine tolle Sache“, freute sich Thomas Küpper.

Die erste Ruderregatta nach jahrelanger Pause lockte das fachkundige Publikum in den Sportpark Wedau. Foto: Michael Dahlke

Auch im kommenden Jahr sind Ruderer von internationalem Format in Duisburg zu Gast. Dann richtet der Regatta-Verein die Europameisterschaften in der Altersklasse U 23 aus.

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