MSV Duisburg II : Das Abwehrloch

Markus Reiter, Trainer des MSV Duisburg II, glaubt nicht, dass nur die Viererabwehrkette fehlerhaft arbeitet. Gegen den VfB Speldorf geht die Suche nach der Ursache weiter.

Auf der Suche nach dem Blauwal- großen Loch in der Abwehr kann Markus Reiter einen Ort des Geschehens schon einmal ausschließen. Der Trainer der MSV-Reserve, der in der Fußball-NRW-Liga in drei Spielen acht Gegentore kassierte, stellt fest: "Das Leck befindet sich nicht unbedingt in der Viererkette."

Wo aber dann? "Wenn wir alle zusammen verteidigen, dann dürfen auch die Spieler im Mittelfeld und im Sturm nicht zu weit von ihren Leuten stehen", sagt Reiter. Das lässt auf eine Art Kollektivversagen schließen. Daran hat er dann auch gemeinschaftlich üben lassen: "Beim 3:3 gegen den Regionalligisten Bochum II am Dienstag haben wir mit elf Mann schon besser im Raum gestanden", sagt der Coach. Allerdings: Schon wieder schluckten die Zebras drei Gegentore.

Doch vor dem Heimspiel morgen um 15 Uhr gegen den VfB Speldorf lohnt es nicht, die Zebras unnötig scheu zu machen. Immerhin hat die Elf bereits drei Punkte auf dem Konto und zeigte beim 4:3 gegen Schermbeck eine spielerisch überzeugende Vorstellung. So ein 0:1 am Tivoli wie am Mittwoch vor einer Woche kann mal passieren. Lediglich das 0:4 vom Sonntag in Windeck muss auch Reiter in die Rubrik "unterirdisch" einsortieren.

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Dabei hatten die Meidericher gleich drei Profis im Aufgebot. Olcay Sahan, Nicky Adler und Tiago konnten die harsche Zurechtweisung auf dem Land nicht verhindern. Reiter entlässt die professionelle Hilfe aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen. "Sie haben es nicht leicht, denn alle anderen Spieler verlassen sich darauf, dass die Profis es schon richten werden." Genau das hat den Jungcoach geärgert: "Alle anderen haben nur achtzig Prozent gegeben, und das reicht dann nicht", so die Kurzform der Kritik.

Dieser Sorgen ist der Coach morgen ledig. Aller Voraussicht nach muss es die U23 aus eigener Kraft an der Westender Straße wieder in die Erfolgsspur finden. Ein Derby wie gegen den Nachbarn aus Mülheim ist dafür wie geschaffen. Da geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um ein Achtel Lorbeerblatt. So kommt Würze in den Kick. Personelle Sorgen kennt Reiter nicht. Mittelfeldmann Alon Abelski war unter der Woche leicht angeschlagen, kann morgen aber auflaufen.

(RP)