Lokalsport: Das Abstiegsgespenst (vorerst) verjagt

Lokalsport : Das Abstiegsgespenst (vorerst) verjagt

Regionalliga: Handballer des HC Wölfe Nordrhein und des VfB Homberg kommen zu wichtigen Auswärtserfolgen. Dabei fehlt den Rheinhausern beim Gastspiel in Aldekerk ihr erkrankter Trainer Thomas Molsner.

Die beiden Duisburger Handball-Regionalligisten setzen sich immer weiter von der Abstiegszone ab. Die Wölfe Nordrhein siegten beim TV Aldekerk, der VfB Homberg brachte beide Punkte aus Neuss mit.

TV Aldekerk - HC Wölfe Nordrhein 26:29 (12:12). Wölfe-Trainer Thomas Molsner warf am Samstag-Nachmittag das Handtuch, er lag mit Fieber krank im Bett. Gestern ging es dem Coach schon wieder besser. Er freute sich über den Sieg der Rheinhauser.

In Aldekerk kam so Nico Biermann, seit seiner Knieverletzung Trainer der "Zweiten", zu seinem Debüt als Regionalliga-Coach. Die Rheinhauser setzten in einem sehr engen und hart umkämpften Spiel in der Schlussphase die entscheidenden Akzente. "Wir haben einen guten Plan und einen guten Teamgeist", fasste Kreisläufer Alexander Tesch, der zur kommenden Saison das Traineramt von Thomas Molsner übernimmt, die Qualitäten der Wölfe zusammen.

Und Tesch hatte auch lobende Worte für seinen "Interims-Vorgänger" Nico Biermann parat: "Er hat seine Sache auf der Bank hervorragend gemacht."

Die Chancenauswertung der Rheinhauser ließ allerdings auch in Aldekerk noch viele Wünsche offen. "Wir haben sehr viel liegengelassen", so ein selbstkritischer Alexander Tesch. So hätten sich die Rheinhauser die Spannung in der Schlussphase auch ersparen können.Wichtig war der Treffer von Sebastian Schneider in der 58. Minute zum Endstand von 26:29. Der ATV hatte keine Antwort mehr parat. Zudem parierte Torwart Calvin Wilm, der für die letzten zehn Minuten das Vertrauen erhielt, noch einen Siebenmeter.

Wölfe: Brysch (1. - 50.), Wilm (50. - 60.) - Schneider (7/3), Julian Kamp (6), Kirchner (5), Molsner, Yannick Kamp (je 4), Sam Singh Toor. Plaumann, Tesch (je 1), Don Singh Toor, Woyt.

HSG Neuss/Düsseldorf II - VfB Homberg 25:29 (12:16). Die Homberger konnten das Punktekonto auch beim dritten Spiel in diesem Jahr verbessern. "Das waren extrem wichtige zwei Punkte. Wir haben jetzt sieben Zähler Vorsprung auf den Drittletzten der Tabelle, die HSG Neuss/Düsseldorf II, und damit einen guten Abstand auf die Abstiegsränge. Jetzt können wir etwas entspannter in die nächsten Partien gehen", fiel VfB-Spieler Mirko Krogmann nach dem Duell ein Stein vom Herzen.

Auch Trainer Achim Schürmann war glücklich über die zwei Punkte. Aber er übte auch Kritik: "Wir haben fast die ganze Zeit mit mindestens drei Toren vorne gelegen und uns auch von den Abwehrvariationen der Hausherren nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Abwehr stand aber bei weitem nicht so gut wie sonst." Schürmann war froh, dass die Homberger Torhüter diverse Fehler ihrer Vorderleute und Mannschaftskollegen ausbügeln konnten. "Insgesamt war sicher nicht alles Gold, was glänzt, aber meine Mannschaft hat in diesem wichtigen Spiel trotzdem eine gute und souveräne Leistung gezeigt", resümierte der Coach.

Als positiv vermerkte Schürmann, dass sich zehn Spieler und damit fast alle eingesetzten Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten - und dass sich die Mannschaft auch durch verschiedene Angriffsformationen nicht verwirren ließ. Ähnliches erkannte auch Mirko Krogmann: "Heute hat sich wieder gezeigt, dass Durchspielen uns die Torchancen bringt, die wir haben wollen."

VfB Homberg: Denter (1.-24., 47.-60.), Jäger (24.-47.) - Lenz (7/6), Wink (6), Pagalies (4), Gatza (3), Szymanowicz, Brunotte, Hüpperling (je 2), Rennings, Gernand (je 1), Krogmann, ter Haar.

(RP)