CR-Herren hadern stets mit der letzten Spielminute.

Hockey : Enttäuschung für CR-Herren in Mülheim

Hockey: Der Club Raffelberg gibt gegen Uhlenhorst ein Remis aus der Hand. Drei Siege für die Damen.

Gut, dass es nun eine Spieluhr auf dem Hockeyplatz des Club Raffelberg gibt. Denn wer er mit den Grün-Schwarzen hält, muss in der letzten Spielminute entweder ganz tapfer sein oder sollte sich schon einmal in Richtung Vereinsheim begeben. Wie kaum eine zweite Mannschaft schaffen es die Nirosta-Jungs, ein Spiel auf den letzten Zentimetern noch aus der Hand zu geben. So sorgte das Regionalliga-Auftaktspiel gegen die Reserve des Deutschen Meisters HTC Uhlenhorst Mülheim für frustrierte Gesichter. Denn trotz einer starken ersten Halbzeit verloren die Raffelberger mit 4:5 (3:2).

„Wir haben viel zu schwach verteidigt“, schimpfte Trainer André Schiefer. „Wie wir uns bei den Gegentoren verhalten haben, war nicht okay.“ Das alles wäre alles halb so wild gewesen, wenn da nicht die letzte Minute gewesen wäre: Raffelberg bekam eine kurze Ecke zugesprochen – beim Spielstand von 4:4. Die Chance auf den Sieg gegen den Regionalliga-Meister der vergangenen Saison war zum Greifen nah. Doch die Hausherren verstoppten die Ecke. Statt nun aber den Ball zu kontrollieren, wurde er ohne jede Chance aufs Tor geschossen. „Da hätten wir in Ballbesitz bleiben müssen“, so Schiefer. Daraus entstand der Konter, der den Mülheimer Siegtreffer brachte.

Das ist umso frustrierender, da sich der CR – trotz aller Defensivfehler – zurück ins Spiel gefuchst hatte. Die beiden Tore zu Beginn der zweiten Hälfte zum 3:4 konterte Raffelberg durch den Ausgleich fünf Minuten vor Ende. Der junge und quirlige Leonid Sachenko hatte die Mülheimer derart zur Weißglut getrieben, dass sich die Gäste zu einem Foul und im Anschluss daran zu einer grünen und gelben Karte hinreißen ließen. Die doppelte Überzahl nutzte Tobi Prost zum 4:4. Zuvor hatten Mika Saxe, Tom Jakscha, und Leonid Sachenko für den CR getroffen. Die Damen steigen erst nächstes Wochenende in die Zweitliga-Saison ein und haben bei einem Turnier auf eigenem Platz drei Siege eingefahren. Zum Auftakt gab es ein 3:1 gegen den OHC Bully (Niederlande). „Das war nicht gut, weil wir uns von der hektischen Spielweise haben anstecken lassen“, so Trainerin Susi Wollschläger. Gegen die Süd-Zweitligisten Bietigheimer HTC und Rüsselsheimer RK wurde es dann aber deutlich. „Richtig gut war das 7:1 gegen Bietigheim“, so Wollschläger. „Wir hätten auch 15:0 gewinnen können.“ Die ersten drei Viertel der Partie gegen Rüsselsheim waren nicht so prall, ein Viertel reichte aber, um ein 8:3 herauszuschießen. Die meisten Tore erzielte Darja Möllenberg.

Mehr von RP ONLINE