Lokalsport: Club Raffelberg trifft in letzter Sekunde zum Sieg gegen Köln

Lokalsport : Club Raffelberg trifft in letzter Sekunde zum Sieg gegen Köln

Hockey: Trainer André Schiefer spricht deshalb von einem glücklichen, aber auch verdienten Erfolg. Die CR-Spielerinnen unterliegen 0:5 in Düsseldorf.

Was für ein Finish: Die kurze Ecke wird gestoppt, Tobias Prost zieht ab - und trifft zum 2:1 (1:0)-Sieg des Club Raffelberg in der Hockey-Regionalliga gegen Rot-Weiß Köln II. Die Gäste durften zwar noch einmal in die Mitte laufen - doch in der Sekunde, in der der Ball wieder rollte, pfiffen die Unparteiischen auch schon wieder ab. "Das was sicher glücklich, aber auch sehr verdient", betonte Trainer André Schiefer zurecht. Mit etwas Pech hätte die Partie allerdings auch in die andere Richtung kippen können.

Männer; Regionalliga: Club Raffelberg - Rot-Weiß Köln II 2:1 (1:0). Tore: Jakscha, Prost.

So aber war der Auftakt in die Restrunde - diese Partie bildete nach der Hallensaison den Abschluss der Feld-Hinrunde - gelungen. Kurz vor dem Siegtreffer hatte Raffelbergs Flo Matania den Pfosten getroffen; im anschließenden Konter hatten die Kölner CR-Torhüter Melwin Schäfer schon ausgespielt, schlenzten dann aber am Kasten vorbei. "Wir hatten während der ganzen Spielzeit mehr von der Partie und hätten das früher entscheiden müssen", so Schiefer. Die Führung durch Tom Jakscha glichen die Gäste nach der Pause aus. Kölns Bundesliga-Reserve trat mit einer sehr jungen - und offenbar zusammengewürfelten - Mannschaft an, was sich auch daran zeigte, dass es gleich zweimal die Rückennummern 11 und 27 bei den Rot-Weißen gab. Ein starkes Debüt in der Herren-Mannschaft feierte Youngster Leonid Sachenko, der mit viel Einsatz spielte und dadurch viele Bälle eroberte. "Das hat Leo wirklich gut gemacht", lobte auch Trainer Schiefer. "Die Übersicht fehlt ihm noch etwas, aber das kommt mit der Zeit." Raffelberg rückte durch diesen Erfolg auf den vierten Platz vor, weil der DSD gegen die Krefelder Reserve erfolgreich war.

Frauen; Bundesliga: Düsseldorfer HC - Club Raffelberg 5:0 (3:0)

Die Niederlage, mit der zu rechnen war, fiel beim neuen Tabellendritten deutlich aus. "Das war ein gebrauchter Tag", seufzte Trainerin Susi Wollschläger. So brachte Sabine Markert den DHC bereits nach zwei Minuten im Anschluss an eine kurze Ecke, "die nicht wirklich nötig war", so Wollschläger, mit 1:0 in Führung. Bis zur Halbzeitpause schossen Inma Hofmeister und Jennifer Fröhlich einen 3:0-Vorsprung heraus. "Nach dem zweiten Gegentor hatten wir zwei gute Möglichkeiten. Hier hätte die Partie noch einmal kippen können", sagte Wollschläger. "Aber letztlich hatte Düsseldorf mehr Bock." Das 4:0 und 5:0 erzielten die Ex-Raffelbergerinnen Selin Oruz und Greta Gerke. Der Rückstand aufs rettende Ufer vergrößerte sich auf fünf Punkte.

(RP)