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Fußball: Buchholzer Moral wird in Tönisberg nicht belohnt

Fußball : Buchholzer Moral wird in Tönisberg nicht belohnt

Andreas Wischnewski hatte vor dem Saisonauftakt gestern Abend beim VfL Tönisberg eine Hoffnung: "Dass es mit der Durchschlagskraft und der Chancenverwertung klappt." Der Wunsch des Buchholzer Co-Trainers, der auf seiner Arbeitsstelle extra eine Schicht tauschen musste, um für den Urlauber Michael Roß verantwortlich an der Linie stehen zu können, war trügerisch.

Zwar ging Viktoria durch ihren Kapitän und Torjäger Markus Raue schnell in Führung, danach freilich war das Pulver erst einmal verschossen. Der Buchholzer Fußball-Landesligist startete mit einer 4:5 (1:2)-Niederlage in die Saison, und das war gleich ein denkwürdiges Match mit einer unbändigen Portion Moral auf Buchholzer Seite, die nach 57 Minuten mit nur noch neun Mann auf dem Platz standen, aber die Ärmel unverdrossen hochkrempelten. Erst Wiederhold mit seinem neuerlichen Platzverweis, dann Mallwitz wegen der Verhinderung eines Treffers mit der Hand. Neun Tore, vier Elfmeter, einmal Rot, einmal Gelb-Rot – Schiedsrichter Dennis Kewitz brachte reichlich Farbe ins Spiel.

Die Truppe von der Sternstraße hatte in der letzten Saison beide Spiele gegen den unbequemen VfL von Trainer Siggi Sonntag verloren, und gestern machte sie da weiter. Aber: Der Mannschaft gebührt ein Sonderlob für nie ermüdenden Kampfgeist, aufopferungsvollen Willen, das Blatt auch nach dem 1:4-Rückstand noch zu wenden. Schade, dass es nach einer halben Stunde innerhalb von zwei Minuten in der Viktoria-Abwehr an der nötigen Konzentration mangelte, als den Platzherren ein Doppelschlag gelang, der erheblichen Einfluss aufs Spielgeschehen hatte.

(bem)