MSV Duisburg : Bommers Plus

Der MSV-Trainer kann auf der Saison-Zielgeraden personell aus dem Vollen schöpfen. Das war längst nicht immer so. Aber es hat beruhigende Wirkung.

Willibert Kremer steht nicht im Verdacht, Dinge zu dramatisieren. Der frühere MSV-Trainer und aktuelle Spiel-Beobachter für Bayer Leverkusen kann sich eher im guten Ruf eines nüchternen Analytikers sehen. Auf der großen Fete zum 60. Geburtstag von Bernard Dietz meinte der im Ballgeschäft ergraute Experte, der MSV stehe am nächsten Freitag vor seinem "wichtigsten Spiel der gesamten Saison". Was Kremer damit ausdrücken wollte, liegt auf der Hand: Können die Zebras beim Abstiegs-Gipfel gegen Energie Cottbus erfolgreich sein, wäre längst noch nicht alles, aber schon einiges gewonnen im zähen Ringen ums Überleben in der Bundesliga.

"Eine gute Portion Selbstvertrauen getankt"

Kurt Jara, der aus der Ferne seiner österreichischen Heimat auch den Weg des MSV verfolgt, gab schon mal einen Ratschlag: "Sie sollten vor dem gegnerischen Strafraum die Zweikämpfe suchen, weil sie über starke Freistoß-Spezialisten verfügen." Der 57-Jährige konnte das früher mit seinem starken linken Fuß auch besonders gut. Und Herbert Büssers, der frühere Dauerläufer im Zebra-Mittelfeld, fügte aus seiner Sicht an: "Sie haben in Bremen endlich richtig gut gespielt, diese Leistung wird ihnen Auftrieb verleihen."

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Aber: Alles leichter gesagt als getan. In dieser Woche gilt es zielorientiert zu arbeiten bei den täglichen Übungen. Cottbus, gestärkt an Selbstbewusstsein nach dem Sieg über Hertha BSC, wird ein schwerer Brocken sein, den es aus dem Weg zu räumen gilt. "Aber wir haben auch eine gute Portion Selbstvertrauen getankt", sagt Rudi Bommer und kann auf einen Vergleich weisen: Der MSV-Sieg in Bremen war gewiss wertvoller als jener heiß erkämpfte der Ostdeutschen auf eigenem Platz. Egal, er bedarf am Freitag der Bestätigung.

Bodzek als weitere Alternative

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(RP)