Handball: Biermann und Co. machen OSC Freude

Handball : Biermann und Co. machen OSC Freude

Der Handball-Drittligist hat ein junges Trio unter Vertrag genommen, einer gehört fest zum Team, zwei trainieren mit.

Dass Nico Biermann in der kommenden Saison zum Kader des Drittligateams der SG OSC Löwen Duisburg zählt, steht seit einigen Wochen quasi fest. Weil der 17-Jährige in der Endphase der jüngst beschlossenen Spielzeit mit starken Auftritten in der Dritten Liga West auf sich aufmerksam machte, reagierten die Verantwortlichen schnell und sprachen mit Biermann über eine Zukunft im Trikot der OSC Löwen. In der vergangenen Woche wurde die weitere Zusammenarbeit nun auch formell besiegelt: Die wohl größte Nachwuchs-Hoffnung der OSC Löwen unterzeichnete sein Arbeitspapier für zwei weitere Jahre.

SG-Geschäftsführer Klaus Schuppert war spürbar stolz, Biermann vom Konzept der Löwen überzeugt zu haben: "Wir freuen uns sehr, dass Nico sich für uns entschieden hat. Wir schätzen an ihm nicht nur die sportlichen Qualitäten, sondern auch, dass er es bislang immer bestens verstanden hat, Kopf und Charakter mit Bodenhaftung zu versehen." Läuft alles optimal, wird Biermann in der kommenden Saison in doppelter Hinsicht auf Topniveau gefordert sein. Schließlich ist er dann auch noch für die A-Junioren des HC Wölfe Nordrhein, der Talentschmiede der OSC Löwen, spielberechtigt. Die Wölfe sind auf dem besten Weg, sich für die Bundesliga zu qualifizieren.

"Samstags A-Junioren-Bundesliga und sonntags Dritte Liga bei den Großen", so stellt sich Biermann schmunzelnd seine bevorstehenden Wochenenden vor. Druck verspürt er, angesichts der Tatsache, dass er von vielen als Hoffnungsträger gesehen wird, keinen. "Wenn ich bei den Jungs in der Dritten Liga dabei bin, dann bin ich ja immer noch der Kleine. Ich spiele einfach das, was ich kann - und das scheint ja ganz gut anzukommen", erklärt Biermann. Der 17-Jährige entschied sich trotz zahlreicher anderer hochklassiger Angebote für die Duisburger SG. "Ich fühle mich hier richtig wohl. In eine andere Region zu ziehen, kam für mich nicht in Frage", so Biermann

Der Youngster soll nicht das einzige Talent aus den eigenen Reihen bleiben, das den Sprung ins Drittligateam schafft. Alle Jugendmannschaften der Wölfe Nordrhein spielen mittlerweile auf Spitzenniveau. "Realistisch gesehen können wir in den kommenden Jahren mit allen Mannschaften um Titel spielen. Von der A- bis zur D-Jugend", sieht Markus Ottersbach, der ab sofort das Amt des Sportlichen Koordinators bei den OSC Löwen ausübt, der Zukunft positiv entgegen und ergänzt: "Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere von den Jungs das Potenzial besitzt, den Durchbruch zu schaffen." Michael Peter, der bislang sportlicher Koordinator bei den Löwen war, tritt wegen seine Tätigkeit als Trainer bei den Frauen des VfL Rheinhausen etwas kürzer, bleibt den OSC Löwen jedoch erhalten: Er beerbt Thomas Molsner als Co-Trainer der Drittligamannschaft. "Wenn Thomas mit den A-Jugendlichen der Wölfe Nordrhein in die Bundesliga kommt, ist er zeitlich eingeschränkt", erklärt Schuppert.

Spieler, die langfristig vielleicht einen ähnlich erfolgreichen Weg wie Biermann einschlagen können, sind Christian Bothe und Lliam Meyers. Letzterer spielte zuletzt in der A-Junioren-Bundesliga für den ART Düsseldorf und wechselt zum Kooperationspartner der OSC Löwen, der TS St. Tönis in die Landesliga, darf aber am Duisburger Trainingsbetrieb teilnehmen. "Unter Jörg Förderer trainieren zu können, ist ein besonderer Anreiz für mich", erklärt Meyers.

(tob)
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