Bezirksliga: Hamborn 07 übernimmt nach 6:0 gegen Dinslaken die Spitze

Fussball : Löwen nun allein an der Tabellenspitze

Fußball-Bezirksliga: Der Kontrahent der Hamborner, Blau-Weiß Dingden, rutscht in Osterfeld aus und spielt nur 1:1. 07 dagegen fegt Dinslaken mit 6:0 vom Platz. Am Tabellenende wird die Luft dünn für Meiderich 06/95 und Mündelheim.

Osterüberraschung in der Fußball-Bezirksliga: Nach den Spielen am Gründonnerstag hat Hamborn 07 im Rennen um die Spitze der Gruppe 4 nun mit zwei Zählern die Nase vorn vor dem bis dato punktgleichen Tabellenführer Blau-Weiß Dingden, der sich ein 1:1 bei Adler Osterfeld leistete. Am anderen Ende ließen sich Meiderich 06/95 und die TuS Mündelheim indes in letzter Minute noch faule Eier ins Nest legen. Schon am Ostermontag geht es mit den Nachholspielen vom 22. Spieltag weiter.

Hamborn 07 – SuS Dinslaken 09 6:0 (0:0). „Wenn wir jetzt dran bleiben, kann Dingden noch 100 Tore schießen“, freute sich Michael Pomp über den wichtigen Sieg, der den Hambornern die alleinige Tabellenführung beschert. Dabei tat sich sein Team bis zur Pause schwer. „Wir hatten auch noch etwas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Aber das 1:0 durch den Hammerschuss in den Winkel von Lars Gronemann würde man im Boxen wohl als Wirkungstreffer bezeichnen“, sah der Coach fortan Löwen, die sich „in einen richtigen Blutrausch“ spielten. Gökhan Kiltan (2), Tim Keinert, André Meier und Erkut Ay sorgten für Verhältnisse, mit denen nach 45 Minuten noch niemand am Holtkamp gerechnet hatte. Am Montag gilt es nun, den Vorsprung gegen Vierlinden zu verteidigen.

Viktoria Buchholz – SV 08/29 Friedrichsfeld 1:0 (0:0). Ein dreckiger 1:0-Sieg sei ihm lieber als ein Spektakel, hatte Maik Sauer als Motto für das Duell mit der SVF ausgegeben, gegen die sein Team beim 0:4 im Hinspiel eine der schlechtesten Leistungen abgeliefert hatte. „Genau das haben die Jungs auf dem für uns ungeliebten Aschenplatz umgesetzt“, sprach der Coach seiner Truppe „ein großes Lob“ aus. Steven Tonski sorgte mit dem Tor zum 1:0 dafür, dass die Viktoria am Montag den derzeit Vierten SV Adler Osterfeld im direkten Duell schon sechs Punkte hinter sich lassen kann.

Fortuna Bottrop – VfB Homberg II 4:2 (3:2). Sunay Acar fühlte sich in der ersten Hälfte ans Champions-League-Viertelfinale tags zuvor zwischen Manchester City und Tottenham Hotspur erinnert, bei dem vier Tore in den ersten 20 Minuten fielen. „Nur haben wir uns leider die Fehler in der Defensive abgeguckt“, sah der Trainer zu einfache Gegentore. So setzte es trotz Michael Wiedemanns Doppelpack die fünfte Pleite in Folge. Am Montag ist der VfB als einziges Duisburger Team spielfrei.

DJK Vierlinden – TuS Mündelheim 3:3 (0:2). Für das Projekt der sportlichen Auferstehung zu Ostern holten die Mündelheimer auch Nico Klotz ins Boot. Und der eigentlich nur für die Reserve kickende Ex-Profi des MSV Duisburg markierte im Derby auch prompt das 1:0. Doch für das Unternehmen Pflichtsieg im Abstiegskampf reichte der Treffer ebenso wenig wie die weiteren Torerfolge von Alfred Appiah und Jonas Waldburg. Trotz Unterzahl nach Gelb-Rot gegen Thomas Liolios (28.) schien die TuS auf der Siegerstraße, doch als auch der Walsumer Vedad Colakovic die Ampelkarte sah (70.), kippte das Spiel. Edis Fazljija verkürzte auf 2:3, und in der Nachspielzeit markierte Ivo Karabic mit seinem zweiten Treffer nach dem 1:2 noch den Ausgleich. Für die DJK war es „nach einem ganz schlechten Spiel ein Punktgewinn“, so Coach Almir Duric. Für die TuS war es trotz des auf sieben Zähler verkürzten Rückstands zum Relegationsrang bei nun schon elf fehlenden Punkten zum rettenden Ufer dagegen „ein ganz bitterer Abend“, wie es Frank Krüll ausdrückte. „Ein 6:3 wäre uns gerecht geworden, aber so ist es nun mal, wenn du unten drin stehst.“

VfB Bottrop – Meiderich 06/95 3:2 (2:0). Das faule Ei, das der VfB den Meiderichern in der Nachspielzeit ins Nest legte, wurmte Thomas Heck doch sehr. „Kurz zuvor machen wir eigentlich das 3:2 durch Kevin Syperrek, aber der Schiedsrichter erkennt auf Abseits und pfeift gegen uns.“ So stand 06 trotz der Treffer von Orhan Uzun und Ahmet Taner mit leeren Händen da und muss am Montag ausgerechnet gegen Dingden versuchen, den auf fünf Punkte angewachsenen Rückstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Eines steht ligenunabhängig fest. „Harald Schüffeln und ich werden auch in der nächsten Spielzeit als Trainer in Meiderich weitermachen“, erklärte Heck.

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