Lokalsport: Beim MSV spielt bald wieder ein Neumann

Lokalsport : Beim MSV spielt bald wieder ein Neumann

Fußball: Sebastian Neumann wird den Zweitligisten in der neuen Saison verstärken. Er kommt von den Würzburger Kickers. Bereits in den 1950er-Jahren standen zwei Neumanns im Kader des MSV.

Nach Neumann I und Neumann II kommt nun Neumann III. In den 1950er Jahren spielten Kurt und Erich Neumann für den MSV Duisburg Fußball. Damals sparte die Presse die Vornamen aus und setzte römische Ziffern hinter die Namen, um die Spieler zu unterscheiden. Das ist seit vielen Jahren nicht mehr üblich. Der neue Mann des Fußball-Zweitligisten erscheint hier nun mit Vor- und Zunamen: Es ist Sebastian Neumann. Der Innenverteidiger kommt ablösefrei vom Drittligisten Würzburger Kickers zum MSV.

Neumann ist nach Stürmer John Verhoek, der vom Ligakonkurrenten 1. FC Heidenheim kommt, der zweite Neuzugang für die kommende Saison. Wie in der vorigen Saison bedient sich Sportdirektor Ivica Grlic auch an Leistungsträgern aus der 3. Liga.

Die Neumann-Verpflichtung ist eine Blaupause der Verpflichtung von Gerrit Nauber aus dem Vorjahr. Nauber war bei den Sportfreunden Lotte Kapitän, Führungsspieler und Innenverteidiger. Dies trifft auch auf den 27 Jahre alten gebürtigen Berliner zu. Wie Nauber war auch Neumann in den Jugend-Nationalmannschaften des DFB am Ball.

"Basti war in der vergangenen Saison vielleicht der beste Innenverteidiger der 3. Liga", sagt MSV-Sportdirektor Ivica Grlic. Neumann wechselte 2016 vom VfR Aalen nach Würzburg - er war also nicht an den Relegationsspielen gegen den MSV beteiligt - und spielte bei den Franken auch ein halbes Jahr mit MSV-Mittelfeldspieler Lukas Fröde zusammen.

Sebastian Neumann, der bei Hertha BSC in der Saison 2011/12 zwei Bundesliga-Spiele absolvierte, heizt bei den Zebras den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung an.

In der letzten Spielzeit waren Gerrit Nauber und Dustin Bomheuer Stammkräfte ohne ernsthafte Konkurrenz, nun bewerben sich drei Spieler um zwei Positionen in der Abwehrkette. Zudem soll Thomas Blomeyer, dessen Vertrag der MSV unlängst verlängerte, von hinten Druck machen. Die sportliche Leitung erwartet vom 22-Jährigen den berühmten "nächsten Schritt".

Sebastian Neumann, der beim MSV einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält, erfüllt sich mit dem Engagement bei den Meiderichern seinen Wunsch, "wieder in die 2. Bundesliga zu kommen".

MSV-Trainer Ilia Gruev freut sich auf einen "spielerischen und menschlichen Gewinn". Gruev: "Er ist ein Profi, wie ich ihn mir als Trainer wünsche."

Offen ist weiterhin die Personalie Andreas Wiegel. Der MSV steht mit dem Flügelspieler, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, noch in Verhandlungen. Wiegel hatte zuletzt mehrfach bekundet, gerne seinen Vertrag in Duisburg zu verlängern.

(RP)
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