Kanupolo: Beim MKC muss sich was ändern

Kanupolo : Beim MKC muss sich was ändern

Das erneute Viertelfinalaus bei der Meisterschaft in der eigenen Stadt sorgt für Frust.

Ein bisschen Ernüchterung war schon durchzuhören. „Das Potenzial ist da, aber man nutzt es nicht aus“, sagt Falk Bender – und meint damit vermutlich ebenso sich selbst wie seine Mannschaftskollegen. Mit der Hoffnung, doch zumindest mal wieder das Halbfinale um die Deutsche Kanupolo-Meisterschaft zu erreichen, wenn es denn schon nicht zum ersten Titel seit 2001 reichen würde, war der 1. Meidericher Kanu-Club in das Turnier auf der heimischen Regattabahn Wedau gegangen. Am Ende sprang ein doch eher enttäuschender sechster Platz heraus.

Nach den beiden doch recht deutlichen Niederlagen gegen den KSV Havelbrüder im Viertelfinale blieben den Gastgebern am Wochenende nur noch die Platzierungsspiele. Da gab es am Samstag zwei Siege gegen Wanderfalke Essen (4:3 und 8:3), doch die finale Partie um Rang fünf brachte noch einmal eine derbe 3:7-Niederlage gegen den RSV Hannover. „Vielleicht müssen wir ein paar Änderungen vornehmen“, meinte Falk Bender mit Blick auf die kommende Saison. Die Topteams der Liga scheinen momentan weit entfernt. Der Titel ging diesmal an die WSF Liblar, die sich im Play-off-Finale mit 5:2 und 3:2 gegen Vorjahresmeister Rothe Mühle Essen durchsetzten. Der VK Berlin und der KSV Glauchau müssen aus der Bundesliga absteigen, die VMW Berlin und die Mülheimer KSF haben den Aufstieg geschafft. Auch ansonsten gab es für die Meidericher nur bedingt Grund zum Jubeln. Am meisten noch für die Jugendmannschaft – auch wenn sie das Turnier mit einer derben Packung beschloss. Trotzdem blieb nach dem 2:9 gegen den KSV Havelbrüder die Vizemeisterschaft. „Der Gegner war durchweg einen Jahrgang älter“, ordnete Falk Bender dieses Ergebnis ein. Lokalrivale WSV Niederrhein wurde in seiner Vorrundengruppe Dritter und belegte nach einem 7:6 gegen den Göttinger PC Rang elf.

Katharina Grünewald und ihre Teamkollegen aus der MKC-Jugend hatten im Finale gegen die Havelbrüder keine Chance. Foto: FUNKE Foto Services/Lars Fröhlich/mehr Bilder: nrz.de/sport-du

Für die MKC-Schüler reichte es nach Platz eins in der Vorrundengruppe letztlich zu Rang vier. Bitter verlief die Meisterschaft für die Frauen des MKC, die in der Vorrunde der Leistungsklasse 2 ungeschlagen blieben und im Halbfinale auf die zweite Mannschaft des Göttinger PC trafen, dessen „Erste“ gleichzeitig aus der Bundesliga abstieg. Die Niedersachsen siegten mit 4:3. Meiderich blieb nur der dritte Platz – Aufstieg verpasst.

(T.K.)