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Wasserball: Australien zu stark für die deutsche Auswahl

Wasserball : Australien zu stark für die deutsche Auswahl

Im Vorbereitungsspiel auf die WM unterlag die Wasserball-Nationalmannschaft mit fünf Duisburgern mit 6:10.

Zwei Wochen vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in Barcelona haben Deutschlands Wasserballer noch reichlich Arbeit vor der Brust. Im letzten Testspiel vor heimischem Publikum musste sich die Auswahl von Nebojsa Novoselac Australien mit 6:10 (1:3, 1:0, 3:4, 1:3) geschlagen geben. Im Vereinsbad des Amateur SC Duisburg hatten die Gäste von Down Under quasi von Beginn an die Nase vorn und behielten verdient die Oberhand.

"In den Trainingsspielen haben wir sie schon geschlagen", erzählte ASCD-Centerverteidiger Julian Real: "Natürlich hätten wir unser Heimspiel gerne gewonnen. Aber wichtig ist, dass wir wissen, was wir bis zur WM noch zu tun haben."

In der Vorrunde warten zunächst Italien, Kasachstan und Rumänien als Gegner. Sollte Deutschland die Gruppenphase als Zweiter oder Dritter beenden, könnte es im anschließenden Überkreuzduell ein Wiedersehen mit dem Olympia-Siebten Australien geben.

Die Planungen im deutschen Wasserball haben freilich mittelfristigen Charakter. "Unser Fernziel ist natürlich die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro", erklärte Real: "Darauf werden wir in den nächsten drei Jahren gezielt hinarbeiten." Dass sich die deutsche Auswahl im personellen Umbruch befindet, war am Samstagabend über weite Strecken unübersehbar. Vor allem im Angriff fehlte es nach dem Aderlass an spielerischer Struktur. Von den acht Überzahl-Situationen führte gar nur eine zum Torerfolg. "Das war kein gutes Spiel von uns. Bis Barcelona ist noch einiges zu tun", befand denn auch Bundestrainer Novoselac, der allen einsatzfähigen Akteuren Spielzeit einräumte.

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Der ASCD war mit einem Quintett im 16-köpfigen Kader vertreten, wobei sich Dennis Eidner (zum 4:5) und Jan Obschernikat (zum 6:10) auch in die Torschützenliste eintragen konnten. Eine Tendenz, wie viele Amateure die letzte Streichrunde überstehen und zu WM-Ehren kommen, gibt es noch nicht. Moritz Schenkel setzte am Samstagabend erneut aus. Der Torhüter laboriert bekanntlich an einer Fraktur im Endgelenk des linken Daumens, ist aber nach wie vor guter Dinge, rechtzeitig fit zu werden.

Großer Bahnhof herrschte am Samstag beim Amateur in vielerlei Hinsicht. Rund 1000 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen. In Ausschnitten wird die Partie demnächst im ZDF zu sehen sein. Reporter Tibor Meingast und sein Team begleiteten die deutsche Mannschaft den ganzen Tag über und sammelten für die Berichterstattung im Vorfeld der Weltmeisterschaft eifrig Material. Die Partie selbst wurde nicht nur vom Beckenrand aus, sondern auch via Hintertor- und Unterwasserkamera in Szene gesetzt.

Quasi mit dem Schlusspfiff fiel der Startschuss für die große Sommerparty, die bis in die Morgenstunden andauerte. Die Nationalspieler schlummerten da längst schon in ihren Betten im Hotel Conti, schließlich bat der Bundestrainer schon gestern früh wieder ins Becken. Das Trainingslager in Duisburg geht heute zu Ende. Nach einer kurzen Verschnaufpause findet die WM-Vorbereitung von Donnerstag bis Sonntag beim hochkarätig besetzten Hungarian Cup in Budapest ihre Fortsetzung. Die letzten Einheiten vor dem Abflug nach Barcelona absolviert die deutsche Auswahl vom 17. bis 19. Juli in Berlin.

(kök)