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Wasserball: ASCD stürmt an die Tabellenspitze

Wasserball : ASCD stürmt an die Tabellenspitze

Einen Tag nach ihrem Dreifach-Triumph bei der Sportlerwahl besiegten die Wasserballer den SSV Esslingen mit 26:10.

Als Laudator für die Mannschaft des Jahres gab Reinhold Spaniel am Freitagabend im Theater am Marientor eine gute Figur ab. Der Duisburger Stadtdirektor wusste, dass Wasserball schon 1900 erstmals olympisch war, Deutschland 1928 bei den Spielen in Amsterdam Gold gewann und dass danach Ungarn zur erfolgreichsten Nation avancierte. Bundesliga-Spiele des von ihm ausgezeichneten ASCD hat Spaniel schon so einige miterlebt. Das momentane Leistungsvermögen des Meisters und Pokalsiegers vermochte der Politiker dann aber nicht so recht einzuschätzen. Von Moderator Clemens Löcke nach einem Ergebnis-Tipp fürs samstägliche Heimspiel gegen den SSV Esslingen gefragt antwortete Spaniel: "Das Spiel geht 6:3 für uns aus."

Die Tendenz stimmte. Wie nicht anders zu erwarten, hielt der ASCD den Liga-Aufsteiger aus dem Schwabenland auf Distanz. Das prophezeite Resultat leuchtete aber bereits in der siebten Minute auf der Anzeigetafel des Schwimmstadions. Bei der Schlusssirene stand für die Gastgeber ein 26:10 (6:4, 7:1, 7:2, 6:3)-Erfolg zu Buche. 18 Stunden nach ihrem Dreifach-Triumph bei der Sportlerwahl präsentierte sich der Double-Gewinner erneut in Galaform. "Wir haben über weite Strecken eine überzeugende Leistung abgerufen, unsere Chancen konsequent genutzt", zeigte sich Duisburgs Trainer des Jahres, Arno Troost, angetan: "Wenn man überhaupt etwas bemängeln kann, dann vielleicht das eine oder andere überflüssige Gegentor, dem allerdings immer die passende Antwort in der Offensive folgte."

Im gut gefüllten Schwimmstadion stellte der ASCD unter den Augen von Bundestrainer Nebojsa Novoselac die Weichen früh auf Sieg. Philipp Kalberg läutete das "Schützenfest" mit seinem Treffer bereits nach 29 Sekunden ein. Angeführt von Centerspieler Dennis Eidner, der sechs Treffer erzielte und erneut zum Spieler des Tages gewählt wurde, zog der ASCD rasch auf 6:1 davon. Einige kleine Unachtsamkeiten nutzten die Gäste aus dem Schwabenland, um bis zur ersten Viertelpause auf 6:4 zu verkürzen.

Der Rest war eine Demonstration der Duisburger Dominanz. Esslingen versuchte dagegenzuhalten, gegen den Angriffswirbel der Amateure war für das Team um Torjäger Heiko Nossek jedoch kein Kraut gewachsen. Der ASCD führte noch vor der Halbzeit die Entscheidung herbei, ließ nach dem Wechsel keinen Deut nach und siegte auch in dieser Höhe verdient.

Ein Sonderlob verdiente sich Neuzugang Gilbert Schimanski. Der Linkshänder kam für den ASCD erstmals in der Bundesliga zum Einsatz und wusste nicht nur aufgrund seiner drei Treffer zu überzeugen. Einen starken Eindruck hinterließ auch Nick Möller. Der 17-Jährige steuerte bei seinem Saisoneinstand zwei Treffer bei.

ASCD: Schenkel — Eidner (6), Schüring, Real (4), Rohe (1), M. Grohs, Roeßing (1), Kreuzmann (2), D. Grohs (1), Schimanski (3), Obschernikat (3), Kalberg (3), Möller (2).

(kök)