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Wasserball: ASCD klärt die Kräfteverhältnisse früh

Wasserball : ASCD klärt die Kräfteverhältnisse früh

Bei den White Sharks Hannover lässt der Wasserball-Meister und -Pokalsieger nichts anbrennen: Kapitän Tobias Kreuzmann stellt mit drei Toren schnell die Weichen zum 17:5-Kantersieg, Philipp Kalberg wird "Spieler des Tages".

Die White Sharks Hannover können auf eine kurze, aber erfolgreiche Vereinshistorie zurückblicken. 2008 entschieden sich die Verantwortlichen, dem Stammverein Waspo Hannover den Rücken zu kehren und ihren eigenen Klub zu gründen. Verkehrt scheint dieser Schritt nicht gewesen zu sein.

Denn fünf Jahre später steht für die "weißen Haie" eine beachtliche Bilanz zu Buche. Die Jugend-Mannschaften wurden bislang sechsmal Deutscher Meister, den Herren gelang das Kunststück, als Bundesliga-Neuling sogleich in die leistungsstärkere Hauptrunde A zu marschieren.

Hier haben sich die Niedersachsen gut akklimatisiert, wenngleich sie auch feststellten mussten, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Am Samstagabend etwa wollten die White Sharks "alles versuchen, mal einen 'Großen' zu ärgern". Das hatten sie im Vorfeld im Internet-Netzwerk Facebook kundgetan. Doch ihre Gäste ließen sich nicht ärgern. Ganz im Gegenteil. Bei seinem 17:5 (4:1, 6:0, 3:3, 4:1)-Erfolg nahm der Amateur SC Duisburg (ASCD) seinem Widersacher im Eiltempo den Wind aus den Segeln. Keine drei Minuten waren gespielt, da sorgte Kapitän Tobias Kreuzmann bereits für die 3:0-Führung des amtierenden Meisters und Pokalsiegers. Der Treffer von Hannovers Marvin Götz war im Anschluss nur ein Strohfeuer. Zu dominant ging der ASCD, bei dem Torhüter Moritz Schenkel und Frederic Schüring ins Aufgebot zurückgekehrten, zu Werke. Angeführt von Dennis Eidner, mit fünf Treffern erneut bester Schütze, beraubten die Amateure ihren Gegner noch vor der Pause jeglicher Hoffnung. "Wir haben unsere Pflicht souverän erfüllt", befand Trainer Arno Troost.

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Duisburgs Trainer des Jahres hatte sich auf mehr Gegenwehr eingestellt, "Aber unser Gegner hatte — wie schon im Hinspiel — augenscheinlich keine Mittel, sich entscheidend in Szene zu setzen." Am Ende konnte sich der Tabellensiebte mit dem Ergebnis sogar noch glücklich schätzen. "Leider fehlte uns in der ein oder anderen Situationen die nötige Konsequenz in der Chancenverwertung", so Troost. Angesichts der früh geklärten Kräfteverhältnisse lässt sich das verschmerzen. Philipp Kalberg blieb beim Kantersieg ohne Treffer, der 20-Jährige, der dem Perspektivkader der Nationalmannschaft angehört, überzeugte jedoch als Vorbereiter und wurde "Spieler des Tages".

Nach den Pflichtsiegen in Plauen (DSV-Pokal) und Hannover geht es für den ASCD nun in die Vollen. "Da werden wir erheblich mehr Gegenwehr zu spüren bekommen", sagt Trainer Troost mit Blick auf die am Samstag anstehende Partie im Schwabenland: "Der SSV Esslingen wird sich zu Hause als gewohnt unangenehmer Gegner präsentieren. Aber es wird auch langsam Zeit, dass wir mehr gefordert werden." Schließlich stehen schon bald die Topspiele gegen Spandau 04 Berlin (15. Februar) und den ambitionierten Vorjahresdritten Waspo Hannover (1. März) auf dem Programm.

(RP)