1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg
  4. Sport

Wasserball: ASCD hat das Double im Blick

Wasserball : ASCD hat das Double im Blick

Nach dem Pokalsieg peilen die Wasserballer des ASC Duisburg auch den Gewinn der Deutschen Meisterschaft an. Die Endspielserie gegen Seriensieger Spandau 04 Berlin beginnt am Mittwoch um 19 Uhr im Vereinsbad.

An Pfingsten bereiteten die Amateure ihrer Titellosigkeit ein Ende. 21 Jahre nach dem letztmaligen Gewinn eines nationalen Titels sicherten sich die Bundesliga-Wasserballer des Amateur SC Duisburg (ASCD) in Esslingen den Pokalsieg. Ausgiebigst kosteten Trainer Arno Troost und die Seinen den so lang ersehnten Triumph aus. Und sind ganz offenbar auf den Geschmack gekommen.

"Es wäre schon schön, wenn wir dieses Gefühl jetzt öfters erleben dürften", sagt Troost, dessen Mannschaft von heute an das Double anpeilt. In der "Best-of-five"-Endspielserie um die Deutsche Meisterschaft genießt der ASCD zunächst Heimrecht. Um 19 Uhr wird im Vereinsbad am Barbarasee der ewig junge Showdown gegen die Wfr. Spandau 04 Berlin angepfiffen.

Und man darf gespannt sein, wie sich der Abonnementsieger aus der Hauptstadt (67 nationale Titel seit 1979) vom Pokal-Schock erholt hat. Mitte März hatten die Spandauer im Viertelfinal-Duell mit dem ASCD mit 5:6 den Kürzeren gezogen und dem bis dato "ewigen Vize" beim Titel holen den Vortritt lassen müssen. Das darf sich nicht wiederholen — aus Berliner Sicht, wohlgemerkt. Arno Troost würde es nur allzu gerne sehen, wenn seine Schützlinge dem Favorit erneut ein Schnippchen schlagen.

  • Lokalsport : Wasserball-Länderspiel in Stockum
  • Lokalsport : Der ASCD beschenkt sich doppelt
  • Double ist das Ziel : Löwen bekommen nach Pokalsieg Feierverbot

So hart wie in dieser Saison haben die Amateure schon lange nicht mehr an sich gearbeitet. Anders lassen sich der Pokalsieg oder auch die souveränen Auftritte im Play-off-Halbfinale gegen Bayer Uerdingen (drei Siege: 12:6, 16:9, 15:5) nicht erklären. Und dennoch käme es einem Wunder gleich, wenn der ASCD tatsächlich auch die Meisterschaft holen würde. "Es muss alles passen", sagt Troost. Kreuzmann und Co. müssen am Limit spielen, und das wenigstens drei, eher vier oder fünf Mal. Ansonsten ist gegen Spandau kein Kraut gewachsen.

Dreimal haben sich die Dauerrivalen in dieser Saison bereits duelliert. Im Hinspiel der Hauptrunde blamierte sich der ASCD Anfang Dezember bis auf die Knochen, als er sich im heimischen Schwimmstadion mit 5:13 abfertigen ließ. Das Rückspiel verlief halbwegs ausgeglichen, ehe die Wedauer stark nachließen und mit einer 9:16-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten mussten. Wer hätte Ende Februar auch nur einen Pfifferling auf den ASCD gewettet? Außerhalb des Vereins wohl niemand.

Vier Monate später sieht die Welt ganz anders aus. Der Amateur hat eine stolz geschwellte Brust. Und allemal das Zeug, den doppelten Erfolg zu schaffen. Dass ein erfolgreicher Start ungemein wichtig ist, versteht sich von selbst. Geht die heutige Partie verloren, kann Spandau die Serie in den beiden Heimspielen am Wochenende vorzeitig entscheiden.

"Wir sollten das erste Spiel tunlichst gewinnen. Danach sehen wir weiter", gibt sich Troost gewohnt realistisch: "Dass wir Spandau schlagen können, haben wir schon unter Beweis gestellt. Nun wollen wir es bestätigen." Personell kann der ASCD-Coach aus dem Vollen schöpfen.

www.ascd-wasserball.de

(RP)