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Wasserball: ASCD geht vorsichtig ins Auswärtsspiel

Wasserball : ASCD geht vorsichtig ins Auswärtsspiel

Die Amateure treffen morgen auf die White Sharks Hannover. Vor den Kontern der Niedersachsen ist Achtung geboten.

Duisburgs Trainer des Jahres weiß um die Gefahr, die von weißen Haien ausgeht. "Wir werden nicht den Fehler begehen, das Hinspiel als Maßstab zu nehmen", sagt Arno Troost vor dem Auswärtsspiel bei den White Sharks Hannover (morgen, 20 Uhr).

Das erste Aufeinandertreffen entschieden seine Schützlinge, die Wasserballer des Amateur SC Duisburg (ASCD), mit 16:3 für sich. Das war Anfang November. Seitdem ist eine Menge passiert. Die Hannoveraner sind nach ihrem Liga-internen Aufstieg mittlerweile in der Hauptrunde A angekommen. Nach den 0:10-Punkten zum Start siegten die Niedersachsen in Neukölln und daheim gegen Bayer Uerdingen. Am vergangenen Wochenende entschieden sie den Pokalkrimi gegen den favorisierten SSV Esslingen mit 17:15 für sich und stehen nun erstmals in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte im Viertelfinale. Nicht allein deshalb zollt Arno Troost dem Gegner gehörigen Respekt. "Die White Sharks sind im nationalen Wasserball sicherlich eine der größten Überraschungen der jüngeren Zeit", sagt der ASCD-Coach: "Ihre junge Mannschaft hat in den letzten Begegnungen viel Selbstvertrauen gesammelt und unter Beweis gestellt, dass sie in der A-Gruppe gut mithalten kann."

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Den Grundstein legen die Hannoveraner mit einer exzellenten Nachwuchsarbeit. Ihre Talente sind regelmäßig bei nationalen Endrunden vertreten, sicherten sich bereits sechs Deutsche Meisterschaften. An drei Titelgewinnen hatte Gilbert Schimanski entscheidenden Anteil. Der 19-Jährige durchlief sämtliche Jugend-Mannschaften der "Weißen Haie", ehe er im Sommer den Wechsel zum Double-Gewinner nach Duisburg wagte. Sollte der Linkshänder morgen im Aufgebot stehen, könnte es zum Familienduell kommen; sein Zwillingsbruder Dominik ist der Ersatzmann von Hannovers Stammtorhüter Kevin Götz.

Auf dem Weg zum Auswärtssieg muss der ASCD zuallererst die Konterversuche der schwimmstarken Gastgeber unterbinden. Ein wachsames Auge sollten die Amateure vor allem auf drei Hannoveraner haben. Christian Schlanstedt und die Slowaken Igor Cagalinec und Marek Tkac zeichneten in der laufenden Meisterschaftsrunde bislang für 36 der 66 Hannoveraner Treffer verantwortlich.

"So einfach wie im Hinspiel wird es in Hannover mit Sicherheit nicht werden", prophezeit Arno Troost, für dessen Team sich ein Ausrutscher von selbst verbietet. Denn mit der Partie in der Expo-Stadt beginnt der Endspurt um die Play-off-Plätze. Fünf Spiele hat der ASCD in der Punkterunde noch zu absolvieren. Es geht noch nach Hannover und Esslingen ( Samstag, 1. Februar) und anschließend zu Hause gegen die Titel-Mitbewerber Spandau 04 Berlin (15. Februar) und Waspo 98 Hannover (Samstag, 1. März). Nach dem Auswärtsspiel beim SV Cannstatt sieben Tage später (Samstag, 8. März) soll dann, wie aktuell, der zweite Tabellenplatz zu Buche stehen. Denn dieser bringt das Heimrecht in einer späteren Halbfinalserie mit sich.

Das wäre ein richtig gutes Omen. Auch in der vergangenen Saison beendete der ASCD die Hauptrunde als Zweiter hinter den starken Schwimmern aus Berlin — am Saisonende war Duisburgs zweitgrößter Sportverein dann Meister und Pokalsieger.

(kök)