Achim Schürmann rockt den Handball

Handball : Achim Schürmann rockt den Handball

Der Trainer des VfB Homberg spielte mit dem Projekt „Auswechselbank“ einen Ohrwurm ein. Die Premiere ist am heutigen Mittwoch beim Supercup-Spiel in Düsseldorf. Auch der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand ist dabei. Der Regionalligist hat sich mit Oliver von Ritter verstärkt.

Frei nach Barbara Schöneberger: Jetzt singt er auch noch! Allerdings griff Achim Schürmann, Handball-Trainer des Regionalligisten VfB Homberg, schon zu Spielerzeiten zu Mikrofon und Gitarre. Doch der frühere Bundesliga-Akteur dürfte nun zumindest in der Handball-Szene vor dem großen musikalischen Durchbruch stehen.

Mit dem Projekt „Auswechselbank“ spielte Schürmann den Song „Ball in der Hand“ ein. Das Stück wird am heutigen Mittwoch zum Supercup-Spiel zwischen Meister SG Flensburg-Handewitt und DHB-Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen in Düsseldorf präsentiert. „Seit fünf Jahren arbeite ich an dem Ding“, sagt Schürmann. Der 44-Jährige komponierte den Song. Kaneshka „Kanne“ Musleh, der schon für Peter Maffay und Mickie Krause dichtete und mit dem Achim Schürmann einst in der Schulband rockte, schrieb den Text. Der Homberger Trainer freut sich über einen klassischen Ohrwurm: „Man muss das Lied nicht mögen, aber du bekommst es aus dem Kopf nicht mehr heraus.“

Achim Schürmann (rechts) mit Texter Kaneshka „Kanne“ Musleh. Foto: NRZ/Stephan Schmick

Für das Video trommelte Schürmann aktuelle und alte Strategen des VfB Aldekerk, des VfB Homberg und des OSC Rheinhausen zusammen. Auch die Handball-Prominenz ist bei dem Projekt reichlich vertreten. Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand sagt zum Einstieg: „Das Runde muss ins Eckige.“ Zudem sind Markus Baur, Blacky Schwarzer, Daniel Stephan, Stefan Kretzschmar, Michael Hegemann, Christian Ramota und Carsten Lichtlein mit von der Partie.

Der Handball-Song wird auf allen gängigen Online-Musikplattformen sowie als CD inklusive Einlaufversion und Musikvideo unter anderem bei vielen Sportfachhändlern erhältlich sein. Teile aus dem Erlös aus dem Verkauf der CD kommen Daniel Stephans Stiftung „ OWL zeigt Herz“ sowie dem „Freundeskreis des deutschen Handballs“ zugute.

Der Link zum Video auf Youtube: https://youtu.be/APM2REr8-Vc

Unterdessen hat Regionalligist VfB Homberg darauf reagiert, dass sich Domenic Gatza vor gut zwei Wochen einen Mittelhandbruch zugezogen hat und operiert werden musste. Trainer Achim Schürmann fehlt damit ein wichtiger Spieler für gut acht Wochen, denn Gatza ist Linkshänder. Der VfB verpflichtete Oliver von Ritter.

Oliver von Ritter verstärkt den VfB Homberg. Foto: Funke/Michael Dahlke

Zuletzt hatte Tristan Moritz ausgeholfen, doch er kann studienbedingt wohl nur bis Ende September einspringen. Zudem würde er durch seinen Einsatz in der Regionalliga der zweiten Mannschaft fehlen. „Wir hatten durch die Verletzung von Domenic Gatza akuten Handlungsbedarf und sind froh gewesen, dass wir ein gutes zweites Team haben und Tristan Moritz eingesprungen ist. Damit strapazieren wir aber auch die Planungen von Trainer Sascha Thomas und seinem Team, sodass wir immer gesagt haben, dass wir auf der Suche nach einem Mann sind, der uns in dieser Situation helfen kann“, erklärt der Sportliche Leiter Bülent Aksen.

Also wurde in Homberg nachgelegt und mit Oliver von Ritter, zuletzt als Trainer beim HSV Dümpten tätig, ein alter Bekannter verpflichtet. „Ich freue mich auf die Aufgabe, weil ich es auch als eine interessante Herausforderung sehe, dass ich mit 42 Jahren noch einmal so hoch spielen darf. Dazu kommt das tolle und sympathische Umfeld in Homberg, wo ich mit Bülent Aksen, Achim Schürmann und Mirko Szymanowicz auf alte Weggefährten treffe“, sagt Oliver von Ritter.

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