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Fußball: Abel hofft gegen Spitzenreiter auf "Pokalgesetze"

Fußball : Abel hofft gegen Spitzenreiter auf "Pokalgesetze"

Ganz nach dem Motto "Nichts zu verlieren" startet der VfB Homberg heute in die Rückrunde der NRW-Liga. Die Linksrheiner empfangen um 19 Uhr den Tabellenführer Viktoria Köln im PCC-Stadion.

Eine scheinbar unlösbare Aufgabe für den VfB, aber "Angst haben wir keine, wovor auch. Eine Niederlage wäre völlig normal. Wir können völlig befreit und ohne jeglichen Druck aufspielen. Ich wünsche mir, dass meine Mannschaft selbstbewusst und mit breiter Brust dagegen hält", gibt VfB-Trainer Günter Abel die Marschrichtung gegen die Mannschaft von Ex-MSV-Co-Trainer Heiko Scholz, die als Starensemble der NRW-Liga gilt. Bei den Namen und der Punkteausbeute kein Wunder.

Apropos Wunder, mit Mike Wunderlich haben die Kölner den wohl besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Der erfahrene Zweitliga-Kicker, der nach seinem Burnout-Syndrom vom FSV Frankfurt nach Köln gewechselt ist, erzielte in 17 Spielen 15 Tore. Und das als Mittelfeldspieler. Zur Winterpause kehrte Wunderlich nach Frankfurt zurück, erlitt jedoch einen Rückfall und kickt nun wieder für die Kölner, die die NRW-Liga vollkommen souverän anführen. In der Hinrunde gewann der Ligaprimus 15 von 17 Spielen. Neben einem Unentschieden steht eine Niederlage zu Buche, und die ist äußerst peinlicher Natur, denn die Scholz-Elf verlor beim Tabellenvorletzten Westfalia Herne. Niemand glaubt mehr, dass sich die Kölner den Durchmarsch noch nehmen lassen.

VfB-Trainer Günter Abel bringt es auf den Punkt: "Viktoria Köln gehört nicht in diese Liga. Sie sind die absolute Übermannschaft. Natürlich ist das ein besonderes Spiel." Der Homberger Übungsleiter hat eine ganz eigene Theorie entwickelt, wie dennoch der Überraschungscoup gelingen kann: "Wir haben in der Rückrunde 16 Ligaspiele und das Spiel gegen Viktoria Köln. Ich sehe die Partie als eine Art Pokalspiel und der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze", sagt Abel.

Mit der Rückrundenvorbereitung ist der Trainer nur teilweise zufrieden: "Keine Frage, wir haben sehr gut und viel gearbeitet, aber unser großes Manko bleibt die Chancenverwertung. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison." Umso schwerer wiegt der Ausfall von Stürmer Houcine Bougjdi, der bei den Hombergern am meisten Gefahr ausstrahlt. Den dribbelstarken Wirbelwind plagen seit Anfang Januar Leistenprobleme. "Das ist ganz bitter. Seine Schnelligkeit und Spielstärke fehlt uns", weiß Abel, der auf die Außenseiterchance hofft. Denn auch in Köln dürfte man registriert haben, dass es weder Arminia Bielefeld II (3. Tabellenplatz), noch die Spielvereinigung Velbert (4.), Alemannia Aachen II (5.) oder der KFC Uerdingen (8.) schafften, gegen den VfB zu gewinnen.

(tiwi)