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Wasserball: Ab morgen geht es um die Meisterschaft

Wasserball : Ab morgen geht es um die Meisterschaft

Als sich der ASC Duisburg an Pfingsten 2010 in Esslingen den Pokalsieg sicherte, ließen es die Amateure so richtig krachen. Erst im abgetauten Richard-Hirschmann-Eisstadion, später im Café Maille. Auch auf der Players' Party in Uerdingen kosteten die Amateure den Erfolg in vollen Zügen aus. Ausgeartet ist die Fete am Sonntagabend jedoch nicht. "Wir haben schließlich ab Mittwoch noch was vor", sagte Trainer Arno Troost mit Blick auf die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft, die morgen (19.30 Uhr) im Vereinsbad beginnt und in der wiederum Spandau 04 Berlin als Gegner wartet. "Wir geben jetzt Gas und werden uns natürlich auch ein paar Bierchen genehmigen", sagte Moritz Schenkel vor dem Start der Sause: "Aber wir alle wissen, dass wir uns nicht abschießen sollten."

Sein Saisonziel, einen Titel zu gewinnen, hat der ASCD erreicht. Die Wachablösung im deutschen Wasserball ist damit freilich noch nicht vollzogen. Dazu müssten die Amateure ihre nun schon 45 Jahre währende Durststrecke in punkto Meisterschaft beenden. Durch den Pokalsieg haben die Amateure den psychologischen Vorteil auf ihrer Seite, leichter Favorit sind jedoch nach wie vor die Berliner. Die Wasserfreunde beendeten die Hauptrunde als Erster, haben in der Finalserie (best of five) somit einmal öfter Heimrecht. "Unser ganzer Verein sehnt diesen Titel herbei", weiß Arno Troost, der seine persönliche Sammlung vervollständigen kann: "Ich bin mit den Frauen von Blau-Weiß Bochum zig Mal Meister und Pokalsieger geworden, jetzt zum zweiten Pokalsieger mit dem ASCD. Die Meisterschaft mit den Herren fehlt mir noch."

Letzteres gilt auch für Tobias Kreuzmann, den bald 32-jährigen Kapitän, der seine Karriere abrunden will und daher mit seinen Teamkameraden ein ungeheures Pensum abspult. Ein freier Tag blieb den frisch gekürten Cup-Gewinnern verwehrt, schon gestern Abend bat Troost wieder zum Training. Schließlich ist die Zeit knapp. Und dass Spandau tief in der Ideenkiste wühlen wird, um die Amateure zu überrumpeln, versteht sich von selbst. Nach der Pokal-Niederlage bezog der diesmal Zweitplatzierte, der der obligatorischen Players' Party fernblieb, in Bochum Quartier und bereitet sich dort intensiv auf das erste Finalspiel vor.

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Rundum zufrieden zeigten sich die Duisburger Verantwortlichen mit der Organisation der gemeinsamen Pokal-Endrunde von Damen und Herren. "Das Team von Bayer Uerdingen hat ganze Arbeit geleistet. Diese beiden Tagen waren bestens organisiert und Werbung für den Wasserball-Sport", war ASCD-Sprecher Robert Dudziak voll des Lobes. Für Rainer Hoppe, den früheren Torjäger des DSV 98, der als Trainer mit den Uerdinger Herren Bronze gewann, ist der Turnierausgang "ein klares Zeichen, wo das Wasserball-Herz schlägt. Nämlich nicht in Berlin, sondern hier im Westen. Jetzt hoffen wir, dass der Amateur auch Meister wird."

(kök)