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Lokalsport: 800 Zuschauer bilden einen würdigen Rahmen

Lokalsport : 800 Zuschauer bilden einen würdigen Rahmen

Die Fire Devils Duisburg spielen für die Hinterbliebenen eines verunglückten Kollegen aus Oberhausen.

Wenn sich Hobbymannschaften im Eishockey gegenüber stehen, halten sich die Zuschauerzahlen meist in Grenzen. Ein paar Freunde der Spieler - das ist es dann auch im Regelfall. Am Freitagabend jedoch kamen über 800 Zuschauer in die Scania-Arena und reisten zum Teil aus Frankfurt an. "Das war eine tolle Sache", freute sich Patrick Schmitz von den Fire Devils Duisburg, dem Team der Berufsfeuerwehr. Die Mannschaft, die schon oft für den guten Zweck auf dem Eis stand, hatte kurzfristig eine Partie gegen eine Auswahl der Feuerwehr-Eishockey-Liga organisiert, deren Meister die Duisburger sind. Der Grund ist freilich ein trauriger: Im Oktober war ein Oberhausener Kollege im Einsatz zu Tode gekommen. "Unser Amtsleiter betonte in einer kurzen Ansprache, wie sehr die Feuerwehr-Familie in solchen Momenten zusammenrückt", sagte Schmitz über die Worte, die Branddirektor Oliver Tittmann an die Zuschauer richtete.

Schon vor dem Spiel waren die Zeitungsartikel und Einladungen bei Facebook massiv geteilt worden. "Es ist toll, dass so viele Menschen daran Anteil genommen haben", sagt Schmitz. "Die Witwe unseres Kollegen war auch vor Ort. Wir haben natürlich angeboten, sie entsprechend einzubinden, haben angeboten, die Kinder mit aufs Gruppenfoto zu nehmen. Aber sie wollte sich im Hintergrund halten. Gerade die Gedenkminute war sehr emotional, daher haben wir das natürlich auch so respektiert", so Schmitz.

Auf Seiten der FEL-Auswahl kamen auch Spieler der Nord-Gruppen-Mannschaften - beispielsweise aus Wolfsburg, Bremerhaven und Hamburg. "Ich habe mich beispielsweise noch lange mit den Bremerhavener Kollegen unterhalten." Denn auch das war Teil dieses Benefizspiels: "Natürlich ist es schön, wenn die Kollegen sich solidarisch zeigen und man dann trotz des traurigen Anlasses ins Gespräch kommt." Nach dem Spiel haben sich die Spieler noch im Eishallenrestaurant getroffen. "Es sollte eine Mischung aus Benefiz, aber auch gemütlicher Atmosphäre werden. Ich denke, dass dies gut gelungen ist."

Übrigens: Auch MSV-Maskottchen Ennatz war dabei, schnappte sich einen Schläger und wollte offenbar ein Tor schießen. "Er hat dabei aber etwas die Kontrolle verloren und ist in die Bande gerauscht. Es ist aber alles gut gegangen", sagte Schmitz mit einem Augenzwinkern. Die Fire Devils haben das Spiel mit 11:2 gewonnen.

(RP)