250 Fans begleiten EV Duisburg nach Tilburg

Eishockey : EV Duisburg wird von vielen Fans begleitet

Der Oberligist ist am heutigen Mittwoch bei den Tilburg Trappers zu Gast. Viele Mitglieder der Facebook-Gruppe „Eishockeyfreunde Füchse Duisburg“ reisen mit drei Bussen in die Niederlande.

Mitunter kann es schnell gehen. Und mitunter kann eine Idee einschlagen wie eine Bombe. „Wir hatten darüber in unserer WhatsApp-Gruppe diskutiert“, sagt Stefan Ernst. „Irgendwann sagte Sitti: Lass uns doch eine Freundschaft mit Tilburg machen.“ Sitti ist Sascha Sittinger und gehört wie Stefan Ernst und viele andere der Facebook-Gruppe Eishockeyfreunde Füchse Duisburg an – nicht zu verwechseln mit dem seit Jahrzehnten existierenden Fanclub Eishockeyfreunde Duisburg. Die Folge davon ist: Am heutigen Mittwoch werden Füchse-Fans gleich mit drei Bussen nach Nordbrabant aufbrechen, um das Eishockey-Spiel bei den Tilburg Trappers zu sehen, das um 20 Uhr beginnt.

„Ich gehe mal davon aus, dass wir mit 200 bis 250 Fans vor Ort sein werden“, sagt Ernst. Und auch von Seiten des dreifachen Oberliga-Meisters wurde die Idee gut aufgenommen – immerhin solidarisierten sich die Füchse und ihre Fans schon in der vergangenen Saison mit den Niederländern, als Stimmen aufkamen, die Trappers sollten nicht mehr im deutschen Spielbetrieb starten dürfen. „Ich habe dann erst Kontakt zu den Fanatics aufgenommen, dort wurde ich an den Fanbeautragten Edwin verwiesen. Mit ihm habe ich das Ding dann auf den Weg gebracht. An der Umsetzung arbeiten aber alle von uns mit.“ Satte 286 Mitglieder hat die Facebook-Gruppe bereits, mit Sascha Binder, Sascha Sittinger, Dennis Klöckner, Stefan Ernst und Marc Binder kümmern sich fünf Administratoren um die Gemeinschaft. Ernst: „Ich würde uns nicht als Fanclub bezeichnen. Ich denke, dafür bräuchten wir eine Satzung. Ich würde uns als Interessensgemeinschaft bezeichnen.“ Bereits am Freitag um 19.30 Uhr (Eissporthalle Duisburg) steigt das Rückspiel zwischen Füchsen und Trappers. „Hier haben wir bereits mit der Hilfe vieler Menschen einen schönen Empfang für die Tilburger Fans vorbereitet“, sagt Sascha Sittinger. Sportlich bekommen es die Füchse mit dem Schwergewicht der Oberliga – egal ob Nord- oder Südstaffel – zu tun.

Seit Sonntag sind die Niederländer wieder Spitzenreiter im Norden, haben die meisten Tore geschossen, die wenigsten kassiert, haben mit Danny Stempher, Mitch Bruijsten und Nardo Nagtzaam drei brandgefährliche Angreifer. In der Vorbereitung trotzten die Trappers als niederländische Nationalmannschaft – nur ergänzt um zwei Spieler aus Heerenveen – den Krefeld Pinguinen aus der DEL ein Remis nach 60 Minuten ab. Das Team ist eingespielt und konnte sich im Sommer leisten, auf Neuzugänge zu verzichten, den Kanadier Parker Bowles nach Lillehammer in die erste norwegische Liga abzugeben und aktuell mit nur einem Kontingentspieler aufzulaufen.

Die Füchse brauchen eine konzentrierte Leistung wie am vergangenen Sonntag beim 5:0-Sieg gegen Hamburg, als sie aufmerksam in der Defensive und mit Biss nach vorne agierten. Also ganz anders als zwei Tage zuvor – beim 4:9 in der Wedemark. „Das sind allerdings auch zwei gänzlich unterschiedliche Aufgaben“, sagt Trainer Reemt Pyka. Er will die beiden Spitzenteams der Liga nicht über einen Kamm scheren: „Ich denke, dass uns Tilburg taktisch mehr liegt als die Scorpions.“ Die neue zweite Reihe mit Steven Deeg, Sam Verelst und Diego Hofland wird weiter zusammenbleiben. „Man darf nicht vergessen, dass Diego in dieser Saison noch kein Spiel gemacht hat“, unterstreicht Pyka. Dennoch lief es bereits sehr ordentlich. Verletzungsbedingte Ausfälle haben die Füchse nicht zu beklagen.

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