1069 rennen durch den Duisburger Innenhafen

Duisburg : 1069 rennen durch den Innenhafen

Bei der 19. Auflage der Veranstaltung von Eintracht Duisburg rannte die Europameisterin der Senioren, Christl Dörschel, nach 38:19 Minuten ins Ziel. Trotz Hitze zieht der Gastgeber ein positives Fazit.

Solch eine schnelle Zeit hat der  Innenhafenlauf schon lange nicht mehr gesehen. Christl Dörschel aus Wenden aus dem Kreis Olpe kam bei der 19. Auflage nach 38:19 Minuten ins Ziel, blieb artig stehen und beklatschte die Zweit- und Drittplatzierte des Traditionslaufes über zehn Kilometer. Die 41-Jährige unterbot die Siegerzeit des Vorjahres bei den Frauen um fast drei Minuten und setzte damit ein sportliches Highlight. Dass die Senioren-Europameisterin überhaupt dabei war, versprühte zudem ein wenig Glanz. Und weil es Dörschel gut gefiel, ließ die Sauerländerin gleich noch ein Kompliment in Duisburg. „Es hat mir sehr gut gefallen. Die Kulisse mit dem Hafen, den vielen alten Gebäuden und den Mauerresten ist außergewöhnlich.“

 1069 Sportler in fünf Konkurrenzen – und damit etwas weniger als im Vorjahr – machten den 19. Innenhafenlauf am Samstagnachmittag  zu einer gelungenen Veranstaltung. Chef-Organisator Klaus Waschkowitz sprach nach den Siegerehrungen von keinen besonderen Dingen. Das mag im ersten Moment etwas langweilig klingen, heißt aber im Lauferjargon nur Gutes: „Alles hat gut und reibungslos geklappt. Alle Läufe sind ohne Vorkommnisse über die Bühne gegangen. Zudem gab es keine Verletzungen oder dergleichen. Man kann also feststellen, dass alle Beteiligten und das Organisationsteam wieder gute Arbeit geleistet haben.“

Den größten Andrang gab es am Samstag nach dem Lauf über fünf Kilometer, bei dem rund 400 Sportler den Weg ins Ziel fanden. Neben Wasser und alkoholfreiem Bier gab es für jeden Finisher auch reichlich Obst und weitere Erfrischungen. Für Nachschub sorgten hinter der Theke viele fleißige Helferinnen der Eintracht, die beim Verteilen von Bananen und Melonen in diesem Jahr einen ungewöhnlich heftigen Kampf gegen hunderte Wespen abliefern mussten.  Das blieb auch Klaus Waschkowitz nicht verborgen: „Ich möchte diesen Job nicht machen, der wahrscheinlich der anstrengendste des Tages ist..“

Als Erster nach 5000 Metern schaute Bastian Nitz am Servicestand vorbei. Der Voerder war in 17:16 Minuten zwei Sekunden schneller als der Mönchengladbacher Michael Claßen : „Es war heißer, als ich gedacht hatte. Das war ganz schön hart.“ Bester Duisburger war Ansgar Weck vom ASV Duisburg als Vierter in 18:27 Minuten. Die schnellsten Frauen-Beine hatte die 17-jährige Sonja Vernikov (Alemannia Aachen, 18:37 Minuten) vor der Duisburgerin Carina Fierek (19:10). Fast hätte die Familie Vernikov einen Doppelsieg gefeiert, doch Sonjas 16-jährigem Bruder Wiktor, der lange anführte, ging hinten heraus die Puste aus. Jeweils Start-Ziele-Siege gab es bei den Walkern durch Thomas Hoffmann (Neukirchen-Vluyn) und Iris Trum (Dinslaken).

Läufer beim 10 Kilometerlauf des Innenhafenlaufs am Samstag den 18.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services
Läufer beim 5 Kilometerlauf des Innenhafenlaufs am Samstag den 18.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services
Läufer beim 10 Kilometerlauf des Innenhafenlaufs am Samstag den 18.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services
Läufer beim 10 Kilometerlauf des Innenhafenlaufs am Samstag den 18.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services
Bastian Nitz siegte beim 5 Kilometerlauf des Innenhafenlaufs am Samstag den 18.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services

Eine beachtliche Zeit legte auch Heribert Schupp hin. Der fitte Rentner, Jahrgang 1934 und damit ältester Teilnehmer der Veranstaltung, kam nach 46:55 Minuten ins Ziel und kündigte gleich forsch an: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“ Jüngste Teilnehmer bei den Bambini waren Franzi Hirsch, Tim Grah und David Kern mit gerade einmal zwei Lenzen, die jeweils ohne Mama und Papa an der Hand über die Ziellinie flitzten.