Wasserball: 10:14 - DSV verliert auch in Fulda

Wasserball : 10:14 - DSV verliert auch in Fulda

Die 98er haben kaum noch Chancen auf das Heimrecht in den Abstiegsspielen.

Der SC Wasserfreunde Fulda hat den Bann gebrochen. Im 13. Saisonspiel feierten die Hessen, die im Sommer nach 29-jähriger Abstinenz in die Wasserball-Bundesliga zurückgekehrt waren, den ersten Sieg. Schön für sie, unangenehm für den Duisburger SV 98. Denn der Altmeister war es, der im Fuldaer Sportbad Ziehers mit 10:14 (3:4, 2:3, 2:3, 3:4) den Kürzeren zog.

Im Kellerduell vor prächtiger Kulisse legten die Gäste, bei denen Jan Bilstein nach überstandener Verletzung wieder ins Team rückte, einen klassischen Fehlstart hin. Drei Minuten waren gespielt, da vollendete Fuldas Rechtsexperte, Dr. Tarek-Leander Bary, mit dem 3:0 seinen lupenreinen Hattrick. In der Folge kamen die 98er besser in Tritt. Bis zur ersten Viertelpause verkürzten die Schützlinge von Trainer Sorin Jianu auf 4:3 (7.), Oberwasser hatten sie im fremden Becken aber nie. Fulda lag stets in Führung, zog von 6:5 (14.) auf 9:5 (19.) davon.

Danach kam der DSV, bei dem Lars Standke als fünffacher Torschütze gefiel, noch einmal auf. Wojciech Leszek und Ulf Ranta verkürzten auf 9:7 (21.) Mehr ließ Fulda nicht zu. Angeführt von Bary und dem früheren ungarischen Junioren-Nationalspieler David Horvath, die es gemeinsam auf neun Treffer brachten, führte das Schlusslicht die Entscheidung herbei. Spätestens mit dem 12:8 (28.) war klar, dass die 98er nicht punkten würden.

Trotz lautstarker Unterstützung der zahlreich mitgereisten Fans misslang dem Tabellenvorletzten die Wiedergutmachung für das jüngste Heim-Debakel gegen Plauen. Durch die neunte Saison-Niederlage sind die Chancen der 98er, sich noch auf Platz sechs der Hauptrunde B zu verbessern und damit in den Abstiegsspielen Heimrecht zu haben, auf ein Minimum gesunken. Die Wedauer müssten als krasser Außenseiter ihr letztes Punktespiel beim Tabellenzweiten SV Krefeld 72 gewinnen (8. März, 16 Uhr) und hoffen, dass der vor ihnen liegende SC Neustadt sowohl in Wedding als auch gegen Weiden leer ausgeht. Der Kampf um den Klassenerhalt beginnt für die 98er Mitte April mit der ersten Play-down-Runde.

DSV 98: Eschmann, Rosshoff - Wies, Wedekind, Janzen, Bilstein, Diakon, Grade, Gromann, Ranta (2), Petrov (1), Standke (5), Leszek (2).

(kök)
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