Lokalsport: 07 ein Stück näher am Niederrheinpokal

Lokalsport : 07 ein Stück näher am Niederrheinpokal

Kreispokal: Die Hamborner entscheiden das Duell der beiden Landesligisten in der vierten Pokalrunde mit 3:1 gegen den DSV 1900 zu ihren Gunsten. Ein klares Ergebnis, doch in der Wertung der Partie sind sich die Trainer längst nicht einig.

Im Holtkamp kann jetzt wieder ein Trainerstuhl wackeln. Während seine Vorgänger Dietmar Schacht und Armin Dimmel bevorzugt an der Linie standen, hat Michael Pomp, der neue Coach von Fußball-Landesligist Hamborn 07, nun seine eigene Sitzgelegenheit neben der Trainerbank. Dass er diese nach seinem Pflichtspiel in der vierten Pokalrunde auf Kreisebene gegen den DSV 1900 eigenhändig zur Kabine trug, hatte keinen Symbolwert: Die Löwen setzten sich gegen den Ligakonkurrenten mit 3:1 (1:0) durch und sind damit dem Einzug in den Niederrheinpokal ein Stückchen näher gekommen.

Bei der Bewertung der 90 Minuten auf dem Hamborner Kunstrasenplatz - der Hauptplatz steht nach der misslungenen Wiederaufbereitung im vergangenen Sommer wohl dauerhaft nicht mehr zur Verfügung - waren sich Pomp und sein Gegenüber Ralf Kessen nur teilweise einig. "In den ersten 25 Minuten waren wir klar überlegen, haben aber die Angriffe nicht richtig zu Ende gespielt", befand Kessen. Das beißt sich mit der Analyse des Löwen-Trainers: "Wir haben das in den ersten 65 Minuten richtig gut gespielt, der DSV ist ja eigentlich erst gegen Ende aufgekommen."

Die neutrale Analyse sei einem Zuschauer überlassen, der in der Halbzeitpause per Handy weitergab: "Das ist echt langweilig hier." Lange Zeit boten beide Teams kaum Höhepunkte; einer guten Chance für den DSV durch Ryuka Hirata gleich zu Beginn stand eine Einschussmöglichkeit durch Ramazan Ünal aus sehr spitzem Winkel nach zehn Minuten gegenüber. Um die freilich beste Option wurden die Gäste durch Schiedsrichter Jens Tenter gebracht, der nach Fouls im 07-Strafraum mindestens einmal auf den Punkt hätte zeigen müssen. "Die müssen zwei Elfmeter kriegen", gestand auch Michael Pomp unumwunden ein.

Der neue Mann auf dem Hamborner Trainerstuhl: Michael Pomp. Foto: Udo Gottschalk

Stattdessen schlug es mit dem Pausenpfiff noch auf der Gegenseite ein. Nach einem starken Lauf und einer scharfen Hereingabe von David Gehle von der rechten Seite traf Blinort Namonis Direktabnahme den zur Abwehr hechtenden DSV-Keeper Mo Sadiklar im Gesicht, von wo die Kugel gegen den Innenpfosten und letztlich ins Tor prallte.

Nicht nur vor, sondern auch direkt nach dem Halbzeitpfiff waren die Hamborner hellwach. In der 46. Minute wurde Sadiklar bei einem Distanzschuss von Ramazan Ünal auf dem falschen Fuß erwischt - das 2:0. Kaum 60 Sekunden später konnte der Gästetorwart einen Schuss von Gehle nur abklatschen lassen, woraufhin Namoni zum 3:0 abstaubte. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Schwarz-Gelben danach die Zügel etwas schleifern, doch dies konnte der DSV nur noch zum 1:3 durch Murat Kara in der 83. Minute nutzen.

(RP)