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Duisburg: Sponsoren zahlen (fast) alles

Duisburg : Sponsoren zahlen (fast) alles

Die Kosten für den Erweiterungsbau für das Museum Küppersmühle in Höhe von 40 Millionen Euro werden jetzt allein von Sponsoren übernommen. Die zugesagten EU-Fördermittel in Höhe von zehn Millionen Euro entfallen.

Eine überraschende Nachricht verkündete gestern Nachmittag Marianne Wolf-Kröger vom Vorstand der Duisburger Gemeinnützigen Baugesellschaft AG (Gebag): Es gibt ein neues Finanzierungsmodell für den Erweiterungsbau am Museum Küppersmühle. Die dafür veranschlagten Baukosten in Höhe von 40 Millionen Euro brutto werden ausschließlich durch private Sponsoren finanziert. Die von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zugesagten EU-Fördermittel in Höhe von zehn Millionen Euro werden demnach nicht in Anspruch genommen. Wie bereits festgelegt, ist die Gebag am Erweiterungsbau mit einer Zwischenfinanzierung von rund 1,3 Millionen Euro beteiligt, die auch vom Aufsichtsrat genehmigt worden sei.

Die Sponsoren, die vorerst "auf keinen Fall namentlich genannt werden möchten", verzichten auf die zehn Millionen Euro der öffentlichen Hand, um den Auflagen zu entgehen, die ein "öffentlich reguliertes Verfahren" mit sich bringe, hieß es gestern im kurzfristig anberaumten Pressegespräch. Jetzt sei es möglich, Aufträge zu vergeben, ohne dass jeweils Bewilligungsbescheide abgewartet werden müssen. Marianne Wolf-Kröger und Architekt Niels Schön, Projektleiter bei der Gebag, sehen nun größere Chancen, dass der Erweiterungsbau noch im Kulturhauptstadtjahr eröffnet werden kann. Geplant ist ein Eröffnungstermin im Oktober 2010. Allerdings möchten sich die Beteiligten der Gebag, die Bauherrin ist, wegen der vielen Unwägbarkeiten nicht festlegen.

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Heute soll noch einmal, wie am Montag, das Fassadenmodell mit Hilfe eines riesigen Krans an der Stelle schweben, wo Ende 2010 der 55 Meter lange, 29 Meter breite und 17 Meter hohe Erweiterungsbau platziert werden soll. Das Modell selbst ist vier mal acht mal vier Meter groß und wiegt sechs Tonnen. Die Arbeit mit dem Modell dient der Kontrolle der Montageabläufe und der Überprüfung der Materialien, Oberflächen, Farben, der Dichte der Lochstruktur und Punkteraster auf der Fassaden-Folie. Nicht zuletzt soll das Modell den Architekten, Museumsleuten und Sponsoren zeigen, wie der Erweiterungsbau optisch wirkt. Es gebe dynamische Licht-Effekte, wenn man sich als Betrachter zu Fuß oder in einem Fahrzeug bewegt, sagte gestern Niels Schön. Durch LED-Leuchtschienen werde das Modell (und später der viel größere Erweiterungsbau) zum "Glimmen" gebracht. Das Modell bleibe noch einige Tage über dem Museum hängen, doch werde es wohl nur heute Abend Licht-Tests geben.

(RP)