Duisburg: Spielzeuge im Härtetest

Duisburg : Spielzeuge im Härtetest

Das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg schickt gleich zwei Teams zum diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“. Die Schüler beschäftigen sich mit den Themen sichere Schulwege und Gefahren von Kinderspielzeugen.

Filiz und Yeliz Güner und Katharina Jasmin Kaynar haben sich mit dem Thema „Schulwegsicherung Mainstraße“ befasst. Da sich die Mainstraße unmittelbar in Schulnähe befindet, werden die Schüler täglich mit dem Problem zu schnell fahrender Autos konfrontiert. Das Projekt erforderte etliche Untersuchungen. Die Duisburger Bürgerstiftung montierte dauerhaft ein Speed-Display, das Tag und Nacht in Betrieb war und die Schüler überwachten gemeinsam mit der Polizei die Geschwindigkeitskontrollen.

An zwei Tagen im September vorigen Jahres wurden an der Gefahrenstelle zu den Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr Kontrollen durchgeführt. Anschließende Interviews mit den Temposündern ergaben zweigeteilte Meinungen. „Manche waren sehr einsichtig und andere wiederum gar nicht“, berichtet Katharina Jasmin Kaynar. Obwohl die Verkehrsdichte im Messungsbereich mit zirka 1100 Autos am Tag sehr hoch ist, sind die meisten Autofahrer pflichtbewusst, so dass die höchst zulässige Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde nicht herabgesetzt werden muss.

Gefährlicher als vermutet

Während ihres Projekts kamen die Schüler zu weiteren wichtigen Ergebnissen. So kann beispielsweise eine verbesserte Ampelschaltung oder der Einsatz von Eltern- und Schülerlotsen gefährliche Situationen entschärfen. Mit diesen Resultaten und Vorschlägen sind die Schüler bereits zu öffentlicher Seite vorgedrungen. Die Abschlussberichte liegen sowohl dem Oberbürgermeister als auch dem Polizeipräsidenten vor.

In einem zweiten Projekt untersuchte die 17-jährige Janine Litschka die Gefahren von Kinderspielzeug. Mit 50 Proben unterschiedlichen Kunststoffspielzeugs führte sie physikalische und chemische Versuche durch. Ein Versuch dauerte rund eine halbe Stunde. Die Ergebnisse waren erschreckend und deckten sich zugleich mit den Erwartungen der Schülerin. „Alle Spielzeuge sind gefährlicher, als man vermutet und absolut verbesserungswürdig“, erklärt sie. Viele Proben konnten bereits mit einer Kerze entflammt werden – nicht auszumalen, welche Folgen solche Rauchentwicklungen im Kinderzimmer haben könnten.

Mit viel Eigeninitiative haben alle Schüler die Projekte im Anschluss an den regulären Schulunterricht erarbeitet. Ihre Forschungsergebnisse werden zunächst beim 26. Regionalwettbewerb am 27. Februar in Hamborn vorgestellt und dann bei einer schulinternen Präsentation den Mitschülern gezeigt. Betreuungslehrer Alfred Knorr lobte das Engagement seiner Schüler und hofft nun auf gute Platzierungen im Wettbewerb. Dennoch zählt für die Teilnehmer das Motto „Dabei sein ist alles“.

(RP)
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