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Duisburg: Spielplatzsanierungen sind ungleich verteilt

Duisburg : Spielplatzsanierungen sind ungleich verteilt

Die Sanierung der Spielplätze in den "kleinen" Stadtbezirken Walsum, Hamborn, und Meiderich/Beeck sind sehr gut fortgeschritten. In den "großen" Bezirken Homberg, Rheinhausen, Mitte und Süd sieht die Lage jedoch um einiges schlechter aus. Besonders Rheinhausen hat einen besonders großen Sanierungsbedarf. Das ergibt sich aus dem zweiten Zwischenbericht der Stadt über die aktuelle Lage der Spielplatzversorgung. Der Bericht wird in den folgenden Wochen in den Bezirksvertretungen diskutiert.

Bereits im Jahre 2003 wurde die Stadtverwaltung beauftragt, Planungen für eine optimale Versorgung der Duisburger Spielplätze zu entwickeln. 2005 wurden erste Maßnahmen beschlossen, 2009 wurde ein erster Zwischenbericht veröffentlicht. Die Gründe für die schlechte Versorgung der "großen" Bezirke lassen sich vor allem an dem bisherigen Verfahren festmachen: In diesem wird durch bezirkliche Prioritätenlisten festgelegt, dass die kleineren Bezirke jährlich mit 40 000, die größeren Bezirke mit 45 000 Euro unterstützt werden. Diese haben jedoch viel mehr Spielplätze zu versorgen und nur minimal mehr Geld zur Verfügung. In Walsum wurden beispielsweise mittlerweile 21 von 29 Spielplätzen (wenn man die reinen Bolzplätze auslässt) saniert. In Rheinhausen waren es sogar 24 Plätze, jedoch warten dort noch 39 weitere auf ihre Versorgung.

Mit diesem Verfahren können zwei bis drei Spielplätze jährlich pro Bezirk saniert werden. Für die kleineren Bezirke würde es also durchschnittlich eine Dauer von zehn Jahren in Anspruch nehmen, um alle Spielplätze zu versorgen. Für die großen Bezirke bedeutet dies einen 20-jährigen Prozess – die Ergebnisse sind zerfallende Klettergerüste und verdreckte Sandkästen. Mit dem geringen Budget von 40 000 bis 45 000 Euro können in den meisten Bezirken nur kleinere Spielplätze versorgt werden, da dort weniger große Reparaturen anfallen. Die größeren, überbezirklichen Spielplätze, die von Familien aus dem ganzen Stadtgebiet genutzt werden, kommen immer mehr "in die Jahre", weil komplette Sanierungen solch großer Spielplätze locker das gesamte Budget eines Bezirkes verschlingen.

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Um das zu ändern, soll bis 2013 das gesamte System von bezirklichen Prioritätenlisten zu gesamtstädtischer Prioritätensetzung geändert werden. Der Unterausschuss Kinder- und Jugendförderung des Jugendhilfeausschusses wird zusammen mit den von den Bezirksvertretungen gewählten, "Kümmerern" eine Prioritätenliste erstellen und Einzelmaßnahmen für die besonders bedürftigen Spielplätze auswählen.

Wie das Gesamtkonzept aussehen wird, ist noch nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass die Bezirke die Konsequenzen tragen müssen. Sie würden dann nämlich sehr wahrscheinlich auf die jährlichen, bezirklichen Budgets verzichten müssen.

(RP)