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Duisburg: SPD: Parteibasis fordert mehr Transparenz

Duisburg : SPD: Parteibasis fordert mehr Transparenz

An der Basis der Duisburger SPD gärt es. Die jüngsten Personalentscheidungen, zum Beispiel die Ernennung von Jugendamtsleiter Thomas Krützberg zum Beigeordneten, ist auch bei etlichen Sozialdemokraten nicht gut angekommen.

Wie berichtet hatte es eine bundesweite Ausschreibung für die Beigeordneten-Stellen für Kultur und Umwelt gegeben. Zum Zuge kamen mit Thomas Krützberg und Dr. Ralf Krumpholz (Grüne) in Duisburg hinlänglich bekannte Gesichter. Offensichtlich hat das auch an der Parteibasis für Unmut gesorgt. So wird sich der heute Unterbezirksparteitag der Duisburger SPD mit zwei Anträgen befassen, die mehr innerparteiliche Transparenz einfordern.

 Thomas Krützberg ist Kulturdezernent in Duisburg.
Thomas Krützberg ist Kulturdezernent in Duisburg. Foto: n.n.

Danach sollen künftig alle Leitungspositionen in städtischen Gesellschaften und Beigeordneten stellen öffentlich ausgeschrieben und in einem transparenten Verfahren besetzt werden. Auch soll die Vergütung von Leistungspositionen in städtischen Gesellschaften künftig deutlich gesenkt werden. Sie sollen "auf das im öffentlichen Dienst übliche Niveau" angepasst werden, fordern die Antragsteller. Die bestehenden Verträge, etwa bei Dr. Peter Greulich und Uwe Linsen (SPD) als Vorstände der Wirtschaftsbetriebe sind davon aber nicht betroffen. Wie berichtet war gerade die Ernennung dieser beiden Posten in Duisburg stark umstritten.

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Zudem sollen für die künftige Besetzung von Vorstands-, Geschäftsführer- und Beigeordnetenpositionen gelten, dass nach einem transparenten Auswahlverfahren eine zeitnahe Information erfolgen solle. Die Begründung spricht für sich: "Das Verfahren zur Besetzung von zwei Vorstandspositionen bei den Wirtschaftsbetrieben hat zu kritischen Bewertungen in Bürgerschaft und Presse geführt. In den Beratungen des Unterbezirks-Ausschusses wurde zudem die Beteiligung der Parteigremien und der Informationsfluss angemahnt."

(mtm)