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Duisburg: SPD hat das Ruder längst übernommen

Duisburg : SPD hat das Ruder längst übernommen

Die Duisburger CDU steht geschlossen hinter Oberbürgermeister Adolf Sauerland. "Zwischen den OB und der CDU passt kein Blatt Papier", erklärte Kreisparteichef Thomas Mahlberg gestern gegenüber der Presse.

Es sei wichtig, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen — mit Sauerland an der Spitze. Die Duisburger Christdemokraten wollen einen regelrechten Wahlkampf bis zum 12. Februar vermeiden.

Mahlberg betonte, dass die SPD mittlerweile längst das Ruder bei den Abwahl-Befürwortern übernommen habe. "Ich habe selbst gesehen, wer zum Beispiel in Buchholz die Plakate aufgehängt hat. Wenn es so weit ist, wird die Bürgerinititative nicht mehr gebraucht. Die dürfen dann doch gar nicht mehr mitreden", so der Parteivorsitzende.

Viele Bürger seien irritiert und würden nachfragen, wer denn gegen Sauerland kandidiere. "Ich weiß, dass in der SPD darüber geredet wird. Aber Antworten gibt es keine." Mahlberg und Sauerland stellten zudem die Frage, wer denn die Abwahl-Plakate finanziert habe, die jetzt in der Stadt hingen. Ein leserliches Impressum gebe es darauf nicht. Beide erklärten, dass die CDU auch kein Interesse daran habe, Plakate zu stehlen. "Das macht sie doch nur unnötig interessant", so Mahlberg.

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Sauerland kommentierte auch die seiner Meinung nach "unschöne Anzeige" der drei früheren Oberstadtdirektoren Herbert Krämer, Dr. Richard Klein und Norbert Giersch (alle SPD), in der das Trio zur Abwahl aufgerufen hatte. "Das ist keine Form der politischen Auseinandersetzung, die ehrenhaft ist", so der Oberbürgermeister.

Die drei hätten als frühere Chefs der Verwaltung ihren Anteil an den finanziellen Problemen der Stadt gehabt. Sauerland erklärte, er werde seine Termine wie gewohnt wahrnehmen, auf öffentliche Wahlkampfauftritte jedoch verzichten. Zum Termin der möglichen Abwahl werde er seine beiden wahlberechtigten Söhne und seine Frau begleiten. "Und dann werde ich natürlich selbst auch abstimmen."

Zuvor wird es keine öffentlichen Veranstaltungen, Infostände oder Wahlplakate der CDU geben. 7000 Flyer, in denen sich Sauerland zu dem bisher von ihm Erreichten äußert und auch auf die Loveparade eingeht, sollen vor allem als Argumentationshilfe dienen.

(RP/rl)