Duisburg SPD-Fraktion fordert Notfallplan

Duisburg · Basierend auf den Erfahrungen nach dem Großbrand im Krefelder Hafen, fordert die SPD-Fraktion Rheinhausen einen Notfallplan.

Die SPD-Bezirksfraktion Rheinhausen fordert einen gemeinsamen Notfall- und Katastrophenplan für den Bezirk, um auf Zwischenfälle in den im Umkreis liegenden chemischen Werken besser reagieren zu können.

Der Brand in der Lagerhalle des Düngemittelherstellers Compo im Jahr 2012 habe gezeigt, dass die Rettungsmaßnahmen nicht reibungslos liefen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Insbesondere die stadtübergreifende Zusammenarbeit zwischen Krefeld und Duisburg sei seinerzeit "mangelhaft" gewesen, die Bürger seien nicht zeitnah informiert worden, was zu Verunsicherung geführt habe.

Um zu verhindern, dass Schwierigkeiten entstehen, wenn eine Leitstelle durch einen technischen Defekt oder andere Ereignisse nicht mehr erreichbar sei, müsse eine direkte Zusammenarbeit zwischen den Nachbarstädten die Basis für einen Notfallplan sein. Im Ernstfall könnte dann eine Leitstelle der angrenzenden Gemeinden einspringen. "Bereits mit diesen einfachen Maßnahmen könnte die Sicherheit für die Bürger erheblich verbessert werden", so Krossa.

Außerdem sei eine stadtübergreifende Abstimmung der Rettungsdienste sinnvoll. Schließlich sei, so Krossa, beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr als Erstausrücker deutlich schneller in Moers-Vennikel als die Feuerwehr aus Moers-Kapellen. Eingebunden werden müssten zusätzlich die Feuerwehren der chemischen Betriebe.

Im Rahmen der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen am 13. März wird die SPD-Bezirksfraktion eine Anfrage an die Verwaltung richten, um zu erfahren, ob derzeit an einem Notfall- und Katastrophenplan gearbeitet wird.

(RP)
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