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SPD Duisburg wählt Spitzenduo Sarah Philipp und Sören Link

Ergebnis der Mitgliederbefragung : Sarah Philipp und Sören Link sollen Duisburger SPD führen

Sarah Philipp und Sören Link werden als Doppelspitze künftig Vorsitzende des Unterbezirks Duisburg. Das ist das Ergebnis der Mitgliederbefragung, die Pandemie-bedingt per Briefwahl vorgenommen und am Freitag ausgezählt wurde.

Die SPD gab am Freitagnachmittag das Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz bekannt. Auf Mahmut Özdemir entfielen danach 728 Stimmen (43,6 Prozent). Auf Sarah Philipp und Sören Link entfielen 902 Stimmen (54,0 Prozent). Insgesamt 58,0 Prozent der Mitglieder hatten sich nach Parteiangaben an der Befragung beteiligt. Das Ergebnis zeigt trotz des Unterschiedes von gut zehn Prozentpunkten, wie gespalten die Duisburger Sozialdemokraten zurzeit sind. In ihrem Bewerbungsschreiben hatten Philipp und Link auf fünf Schwerpunkte gesetzt: Wohnen und Infrastruktur, Bildung und Universität, Wirtschaft und Arbeit, Sicherheit und Ordnung sowie eine moderne Stadtverwaltung.

„Wir freuen uns, dass so viele unserer Genossen mitgemacht haben. Damit haben wir sogar die Beteiligung an der Mitgliederbefragung zur Wahl der Parteivorsitzenden auf Bundesebene übertroffen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Gisela Walsken. Bei der Wahl der Bundesspitze hatten in Duisburg 54 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder teilgenommen.

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Die Duisburger SPD-Basis war in der Zeit vom 8. bis 25. März aufgerufen, per Brief einen Nachfolger für den früheren Parteichef Ralf Jäger zu finden. Jäger hatte das Amt des Unterbezirksvorsitzenden bereits im November 2019 aus privaten Gründen niedergelegt. Seitdem hatten seine Stellvertreterinnen Sarah Philipp und Gisela Walsken den Vorsitz kommissarisch innegehabt.

 Sören Link ist der männliche Part der künftigen Partei-Doppelspitze.
Sören Link ist der männliche Part der künftigen Partei-Doppelspitze. Foto: dpa/Christoph Reichwein

Nach den Statuten des Unterbezirks ist allerdings ein Präsenzparteitag notwendig, um eine neue Parteispitze zu küren. Dieser war Pandemie-bedingt mehrfach verschoben worden. Das Votum der Briefwahl muss also noch bei einer Präsenzveranstaltung bestätigt werden. Die ist jetzt für den Mai geplant.

Der jüngste Online-Parteitag hatte sich auf Anraten des Unterbezirksvorstands wie berichtet noch nicht zu einer Satzungsänderung durchringen können. Die ist allerdings erforderlich, um eine Doppelspitze zu installieren. Deshalb müsste der Parteitag im Mai zunächst auch diese formale Änderung beschließen, bevor das Votum der aktuellen Briefwahl überhaupt bestätigt werden kann.

(mtm)