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SPD Duisburg: Mahmut Özdemir handelt mit „eiskaltem Machtkalkül“

SPD in Duisburg : Doppelspitze droht zu scheitern – Özdemir handelt mit „eiskaltem Machtkalkül“

Der bei einer Mitgliederbefragung von der Basis gewählten SPD-Doppelspitze Sarah Philipp/Sören Link droht auf dem Unterbezirksparteitag am Samstag das Aus. Welche Rolle dabei Mahmut Özdemir spielt.

Nur wenn eine Zweidrittel-Mehrheit der Delegierten per Satzungsänderung eine Doppelspitze ermöglicht, könnten die Landtagsabgeordnete und der Oberbürgermeister die Partei in Duisburg gemeinsam führen (die RP berichtete). Der Unterbezirksausschuss der Partei bringt zwar einen Antrag auf Satzungsänderung ein, empfiehlt aber gleichzeitig dessen Ablehnung.

Dahinter stehen die Sozialdemokraten um den bei der Mitgliederbefragung unterlegenen Mahmut Özdemir. Sie wollen mit der Ablehnung einer Doppelspitze versuchen, ihren Kandidaten doch noch zum Parteivorsitzenden zu machen. Dazu müsste ein gesonderter Parteitag einberufen werden, vermutlich nach den Sommerferien.

Gisela Walsken, Regierungspräsidentin in Köln und stellvertretende Parteivorsitzende der SPD in Duisburg, macht sich Sorgen um die Außendarstellung der Partei. „Die Basis hat entschieden, und Funktionäre versuchen das jetzt umzubiegen“, kritisierte sie am Mittwoch im Gespräch mit der Redaktion. Denn ursprünglich habe es einen Konsens darüber gegeben, dass das Votum der Mitgliederbefragung bindend sein soll.

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Bei der Briefwahl im März waren Sarah Philipp und Sören Link auf 54 Prozent, Mahmut Özdemir auf 46 Prozent gekommen. Wird die Satzungsänderung am Samstag abgelehnt, müsste möglicherweise eine Neuwahl zwischen Einzelbewerbern erfolgen. Gisela Walsken warf Mahmut Özdemir vor, er handele „aus eiskaltem Machtkalkül“, um sene eigene Wahl an die Parteispitze zu betreiben.