Duisburg: SPD: Das Doppelte für Schulen

Duisburg : SPD: Das Doppelte für Schulen

Wenn Schüler in einem „Dreckloch“ hausen, wirke sich das natürlich auch pädagogisch ungünstig aus. Das sagte gestern Dr. Hartmut Pietsch nicht nur als schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sondern auch als Schulleiter mit 20 Jahren Berufserfahrung. Zusammen mit Herbert Eickmanns, Sprecher der SPD-Fraktion im Betriebsausschuss Immobilienmanagement Duisburg (IMD) warb er gestern für den sozialdemokratischen Antrag, den vorgesehenen Etat für Schulsanierungen zu erhöhen. Und zwar von bislang geplanten 9,5 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro. Der Vorschlag sei keineswegs weltfremd, sagten Pietsch und Eickmanns. Vielmehr gehe es darum, das vor fünf Jahren gestartete Sanierungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro fortzusetzen. Dieses Programm läuft Ende des Jahres aus. Im Wirtschaftsplan des IMD für das Jahr 2008 werden für die Sanierung nur die besagten 9,5 Millionen veranschlagt. Im Jahr darauf soll der Betrag auf Grundlage einer neuen Kalkulation jedoch nach Willen des Oberbürgermeisters verdoppelt werden.

Bei der neuen Berechnung der Mieten sollen auch die Kosten mitberücksichtigt werden, die erfahrungsgemäß für Sanierungsmaßnahmen veranschlagt werden müssen. „Jeder Immobilienbesitzer weiß, dass er mindesten 1,5 Prozent des Herstellungswertes investieren muss, um einen Verfall der Immobilie zu verhindern“, sagte Herbert Eickmanns im Pressegespräch. Wenn der SPD-Vorschlag von der Ratsmehrheit abgelehnt werden sollte, dann fürchten Pietsch und Eickmanns, dass die Schulen wieder in den gleichen sanierungsbedürftigen Zustand kommen, wie vor dem Start des 120-Millionen-Euro-Programms. Vereine und Eltern sollen beim SPD-Antrag nicht belastet werden. „Eine Weitergabe der Kosten über eine Erhöhung von Hallennutzungsgebühren lehnen wir kategorisch ab“, sagten Pietsch und Eickmanns.

(RP)
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