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SPD-Basis kritisiert Fusion der Hochfelder Ortsvereine

Ärger über Neustrukturierung : SPD-Basis kritisiert Fusion der Hochfelder Ortsvereine

Die SPD-Basis murrt über die Entscheidung des Unterbezirk-Vorstandes und macht ihrem Ärger Luft. Die Gründungsveranstaltung ist am Donnerstag.

Die Sozialdemokraten organisieren sich neu und legen die beiden Ortsvereine Hochfeld-Nord und Hochfeld-Süd zusammen. Beide zählen gemeinsam rund 110 Mitglieder – weit entfernt von den 1970er Jahren, als hunderte Arbeiter in Hochfeld Mitglied waren. Hochfeld wurde entlang der Karl-Jarres-Straße in Nord und Süd geteilt. Nun soll die Truppe wieder schlagkräftiger werden und den Mitgliedern auch inhaltliche Angebote unterbreiten.

„Es gibt Ortsvereine, da hat seit Monaten keine thematische Veranstaltung stattgefunden. Das erwarten die Leute aber von uns“, erklärt SPD-Chef Ralf Jäger. Vor Ort ist der Unmut über die Neustrukturierung dennoch groß: Ralf Dähmlow, Mitglied im Vorstand von Hochfeld-Süd, moniert in einem Brief an die Parteispitze: „Leider kann ich speziell für unseren Ortsverein eure allgemeinen und organisatorischen Bedenken zur Weiterführung kleinerer Einheiten nicht teilen.“ Theo Peters, der erst jüngst für sein 40-jähriges Engagement als Vorsitzender von Hochfeld-Süd gewürdigt wurde, wundert sich zudem, warum die Zusammenlegung so schnell passieren musste. „Eine Übergangsphase wäre gut gewesen.“ Er glaubt, dass viele seiner Genossen der geplanten Gründungsversammlung fern bleiben werden.

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Zunächst war überlegt worden, auch die Wanheimerorter mit den Hochfeldern zusammen zu legen. „Wir konnten aber deutlich machen, dass es mehr Sinn macht, wenn wir für Wanheimerort alleine zuständig bleiben“, erläutert Torsten Steinke. Als Beispiel nennt er etwa den Tag der Vereine oder andere Veranstaltungen, an denen sich die SPD in Wanheimerort beteiligt. „Da macht es keinen Sinn, erst einen Vorstandsbeschluss von den Hochfeldern einzuholen, ob wir einen Bierwagen aufstellen.“ Ehrenamtliche hätten schon genügend Verpflichtungen, da müsse man die Arbeit nicht noch zusätzlich verkomplizieren.

Judith Heesters, bisher Vorsitzende von Hochfeld-Nord, geht pragmatisch an die Sache ran: „Ich will keine Energie mehr verschwenden darüber nachzudenken, was man hätte anders machen können.“ Es gebe inhaltliche Schnittmengen. So wollen die Genossen zum Beispiel im bevorstehenden Europa-Wahlkampf gemeinsame Veranstaltungen durchführen.

(F.P.)