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Spatenstich in Duisburg-Hochfeld für das "Blaue Haus"

Jugendzentrum : Ein Haus ersetzt bald die blauen Container

Das Jugendzentrum „Blaue Haus“ an der Sedanstraße in Hochfeld wird offiziell gebaut.

Der obligatorische Spatenstich fiel zwar nicht ins Wasser – aber Wettergott Petrus hatte am Dienstagmittag kein Einsehen. Die teils sintflutartigen Regenfälle taten der guten Laune auf der Baustelle keinen Abbruch. „Ich bin sehr froh, dass es endlich losgeht“, sagte Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke sichtlich erleichtert. Die Steine, die allen engagierten Mitarbeitern des Jugendzentrums vom Herzen fielen, waren bis in den angrenzenden Park zu hören. 19 Jahre standen an Ort und Stelle blaue Container, die eigentlich als Übergangslösung dienten.

Sie waren eine wichtige tägliche Anlaufstelle und wurden von mehr als 140 Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil genutzt. Das Angebot reichte von Hausaufgabenhilfe über Spielangebote bis zu gemeinsamem Kochen. Die Container gehören der Vergangenheit an. Das Gelände ist großflächig eingezäunt. Ab sofort wird dort geklotzt und nicht gekleckert. Nach dem Spatenstich wurde schon großes Gerät in Form eines Krans aufgebaut.

„Ganz herzlichen Dank an alle, die uns unterstützt haben“, sagte Thomas Krützberg, Beigeordneter für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales. „Denn ohne sie würden wir hier nicht stehen.“ Wenn die Baumaßnahmen planmäßig verlaufen, wird im Frühjahr des nächsten Jahres der Neubau abgeschlossen sein.

Dirk Druschke vom verantwortlichen Architekturbüro Druschke und Grosser erklärte, worauf sie bei den Entwürfen großen Wert legten. Als Baumaterial habe man Beton gewählt. „Ein robustes Material, das eine Langlebigkeit und Nachhaltigkeit hat“, sagte Druschke. Verwendet werden Fertigteile aus Beton, die in der Mitte gedämmt sind. In fünf bis sechs Wochen könne man laut Druschke bereits die Außenwände des Gebäudes sehen.

Die Jugendlichen sowie die Mitarbeiter des Jugendzentrums dürfen sich künftig über einen Mehrzweckraum, zwei Gruppenräume, eine Werkstatt und eine Küche freuen. „Das Ganze ist barrierefrei“, erklärte Druschke weiter und fügte hinzu: „Das ‚Blaue Haus’ soll auch wieder blau werden.“ Geplant sei ein Graffiti-Workshop mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil, um die Betonfassade in Blautönen zu gestalten.