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Spanplatten statt Bäume: Fällungen an der Tegge in Duisburg Rumeln

Warum die Bäume an der Tegge gefällt wurden : Aus Bäumen werden Spanplatten: Kahlschlag an der Tegge

Am Lohfelder Weg in Rumeln sind zwischen der Straße und dem Bahndamm bei Rodungsarbeiten zahlreiche Bäume gefällt worden. Sie waren krank, so die Stadt.

Immer, wenn in Duisburg in größerem Stil Bäume gefällt werden, bringt das Nachbarn und Anwohner auf den Plan: Muss das sein? Gibt es keine andere Lösung? Seit der Abschaffung der Baumschutzsatzung ist der Argwohn bei vielen besonders ausgeprägt. Das gilt jetzt auch für die abgeholzten Bäume am Lohfelder Weg im Bereich der Tegge. Offensichtlich wurden hier nicht nur einzelne Bäume gefällt, sondern gleich mit schwerem Gerät hantiert. Breite Schneisen wurden geschlagen, das gefällte Holz liegt nun bereits Straßenrand, fertig zum Abtransport. Viele Spaziergänger, die hier täglich vorbeikommmen, quittieren das meist mit einem verständnislosen Kopfschütteln.

Dabei handelt es sich um einen ganz normalen Gehölzpflegevorgang, versichert die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion: „Zwischen dem Lohfelder Weg und dem Bahngelände musste der städtische Forstbetrieb Sturmschäden beseitigen sowie zahlreiche abgestorbene Bäume fällen, die die Hitzeperioden der vergangenen zwei Sommer nicht überstanden haben“, teilte Stadsprecher Malte Werning mit.

Entlang der Wege habe dies auch „aus Gründen der Verkehrssicherung“ erfolgen müssen. Bei den meisten gefällten Bäumen habe es sich um Birken gehandelt. Diese hätten „als Flachwurzler besonders unter der Dürre gelitten“, so der Stadtsprecher. Aus wirtschaftlichen Erwägungen sind die Baumfällungen aber wohl nicht erfolgt: „Das Holz hat im Regelfall keine hohe Qualität“, so Malte Werning. Brauchbares Holz werde durch eine Fachfirma daher zu Papier oder Spanplatten verarbeitet.

Bei den Rodungsarbeiten entstanden deutlich sichtbare Schneisen. Foto: Mike Michel

In den nächsten Tagen und Wochen ist also mit einem Abtransport der gefällten Bäume zu rechnen. Für einige Monate werden sich Spaziergänger dann an den Kahlschlag gewöhnen müssen. „Selbstverständlich“, so die Stadt, seien Neuanpflanzungen geplant. MIt diesen sei aber erst im Herbst zu rechnen.

(mtm)