"Soy de Cuba": Fulminantes Tanzmusical im Duisburger TaM

Fulminantes Tanzspektakel : Kubanische Lebensfreude im Theater am Marientor

(pol) Bereits zum zweiten Mal erntete das Ensemble des Tanzmusicals „Soy de Cuba“ im Theater am Marientor Jubelstürme. Im Jahr 2016 gastierten die kubanischen Tänzer und Musiker schon einmal im Duisburger Musical-Theater, am Donnerstagabend sorgten sie mit ihrem fulminanten Auftritt wieder für einen wunderschönen karibischen Abend.

„Soy de Cuba“ („Ich bin aus Kuba“) ist eine absolute Erfolgsgeschichte, die seit Jahren die Besucher fasziniert. Rembert Egues, der Autor und Komponist des Musicals, sitzt seit dem Tournee-Start als musikalischer Leiter jeden Abend am Klavier und sorgt dabei mit der großartigen Live-Band für perfekte kubanische Rhythmen. Auch beim zweiten Duisburg-Auftritt ließen sich die Besucher wieder gerne auf die „Perle der Karibik“ entführen, genossen das unvergleichliche Flair Kubas, die famose Musik der Band mit Sängerin Anamary Carvajal und ihrem männlichen Gegenpart Jorge Eiris. Geradezu furios war die temporeiche tänzerische Dauerperformance, die die Zuschauer zwei Stunden in ihren Bann zog. Die Tanz-Acts waren zudem nicht nur hervorragend choreografiert, sondern auch eine absolute konditionelle Höchstleistung.

Eingebettet in die spektakuläre Tanzshow war die Geschichte der jungen Ayala, die auf einer Tabakfarm im Westen der Insel arbeitete und von einer Karriere als Tänzerin in einem der vielen Tanzkabaretts Havannas träumte. Den roten Faden der romantischen Geschichte um Liebe, Intrigen, Tanz und Träume hielt Erzähler Luis Carrera in der Hand. Dazu hatten sich die Musical-Macher einen ganz besonderen Bühnenbild-Effekt einfallen lassen. Durch Filmeinspieler, die zu Beginn die großen Tabakplantagen auf dem Land und später Straßenszenen aus Havanna zeigten, fühlte man sich unwillkürlich auf die Karibik-Insel versetzt und spürte die dortige Atmosphäre geradezu hautnah.

Dieses Gefühl wurde durch die immer wieder mit viel Zwischenbeifall begleiteten Tanz-Choreographien verstärkt. Die rund 800 Besucher im TaM ließen sich von den lateinamerikanischen Rhythmen einfach mitreißen. „Soy de Cuba“ bot in der Hinsicht alles, was das (Tanz)-Herz begehrt. Dabei wurde kein Genre ausgelassen, von Rumba, Cha-Cha-Cha über Salsa bis hin zum Merengue wurde alles von einem grandiosen Tanzensemble auf die Bühne gebracht, was auch die Füße des Publikums in Bewegung brachte.

Und dass die Geschichte der jungen Ayala (Yanetsy Ayala Morejon) ein glückliches Ende fand, war irgendwie zu vermuten. Nach einigen Irrungen und Wirrungen konnte sie doch ihren Traum verwirklichen und Tänzerin in einem der angesagtesten Tanzclubs von Havanna werden. Das mit der Liebe klappte auch noch, Ayala und ihr smarter Tanzlehrer Mario (Dieser Serrano) wurden am Ende doch noch ein Paar. Nach dem nicht so ganz überraschenden Happy-End folgte ein tänzerisches und musikalisches Finale, das keinen Wunsch offen ließ. Der Beifall wollte lange nicht enden, die kubanische Lebensfreude war längst beim Publikum angekommen.

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