Sorgen um die für schwere Lkw gesperrte Uerdinger Rheinbrücke

IHK fordert einen schnellen Neubau : Uerdinger Brücke: Problem für Betriebe im Süden

Wirtschaftsdezernent Andrée Haack und die IHK sind besorgt wegen der Lkw-Sperrung der Rheinbrücke.

(mtm) Duisburgs Wirtschaftsdezernent Andree Haack hat sich für eine schnelle Sanierung der Rheinbrücke zwischen Mündelheim und Uerdingen ausgesprochen. Im Zuge eines Ausbaus der A 524 müsse auch verstärkt ein Neubau der Brücke in Erwägung gezogen werden, erklärte der Beigeordnete im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da bekanntlich auch die Brücke der A 40 für Lkw nur noch eingeschränkt befahrbar ist, verschärft sich die Verkehrssituation für die Betriebe im Duisburger Süden, wie beispielsweise HKM oder thyssenkrupp, enorm“, sagte Haack. Das Ausweichen über die A 42 im Norden oder die A 44 im Süden sei für die Firmen mit großen Umwegen verbunden.

Die B 288 beziehungsweise A 524 sei als wichtige Verbindungsstrecke zwischen der A 3 und der A 57 schon jetzt häufig überlastet. Er hoffe nun, dass Straßen.NRW mit der Sanierung der Uerdinger Brücke schnell vorankäme. „Ein genauer Zeitpunkt ist aber noch nicht absehbar. Es sind noch weitere Untersuchungen des Bauwerks notwendig“, sagte Haack.

Andree Haack. Foto: GFW

. „Das ist erneut ein schwerer Schlag für die Region“, erklärte auch Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. Die Anzahl an zwingend notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen werde immer größer, obwohl bereits zahlreiche Anstrengungen für den Erhalt der Infrastruktur unternommen werden. „Die Sperrung zeigt, dass wir die Brückensituation noch immer nicht richtig im Griff haben. Wir fordern deshalb einen Brückennotstandsplan für den Niederrhein.“ Wie bei der Brücke in Neuenkamp müsse auch die Uerdinger Brücke als „planungsbeschleunigtes Projekt“ realisiert werden, so Landers.

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