Sorge um Arbeitsplätze bei Thyssenkrupp am Standort Duisburg-Hüttenheim

ThyssenKrupp Steel Europe : Sorge um den Standort Hüttenheim

Nachdem am Donnerstag deutlich wurde, dass der Grobblechbereich der thyssenkrupp Steel Europe AG in Hüttenheim vor unsicheren Zeiten steht, haben die Betriebsratsvorsitzenden aller zwölf Standorte der Business Area Steel Europe am Freitag gefordert, „die Vorstände in die Verantwortung zu nehmen“, wie es in einer Pressemitteilung der Arbeitnehmervertreter heißt.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von thyssenkrupp Steel Europe, Tekin Nasikkol, sagte, dass der Grobblechbereich „kein Bauernopfer sein für langjähriges Fehlmanagment“ sein dürfe. „Wir lassen nicht zu, dass unsere Kollegen so an den Pranger und der Standort Hüttenheim infrage gestellt werden – das Produkt Grobblech hat Zukunft.“

Der Betriebsratsvorsitzende des Standortes im Duisburger Süden, Mehmet Göktas, ergänzte, dass „mit etwas Zeit, wenig Geld und fähigen Managern der Grobblechbereich wieder in den grünen Bereich kommen könnte. Der Markt ist lukrativ, sonst würden unsere Wettbewerber darin nicht investieren.“ Man arbeite arbeitnehmerseitig unter Beteiligung der Fachkräfte vor Ort an einem Projektplan und werde diesen zeitnah dem Vorstand vorstellen. Tekin Nasikkol sagte: „Der Vorstand ist gefordert – wir erwarten nach dem abgesagten Joint Venture mit Tata Steel ein neues Zukunftskonzept für den Stahlbereich mit dem Produkt Grobblech. Eine isolierte Betrachtung von einzelnen Standorten lehnen wir entschieden ab, weil im Verbund alle Standorte miteinander zusammenhängen. Die Kollegen an allen Standorten sind verunsichert, aber dennoch immer bereit, für ihre Zukunft und sichere Arbeitsplätze zu kämpfen. Keiner von uns sehnt sich nach einem zweiten Landschaftspark im Duisburger Süden.“

(mtm)
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