Duisburg: Sopranistin Nina Stemme erhält Duisburger Musikpreis

Duisburg : Sopranistin Nina Stemme erhält Duisburger Musikpreis

Der "Musikpreis der Stadt Duisburg in Verbindung mit der Köhler-Osbahr-Stiftung" wird am Sonntag, 9. November, zum 25. Mal verliehen. Im Jubiläumsjahr geht er an die schwedische Sängerin Nina Stemme, Stimmfach Dramatischer Sopran, die derzeit als wohl weltweit beste Isolde gilt.

Stemme wurde 1963 in Stockholm geboren und zunächst zum Mezzo ausgebildet. Erst mit Ende 20 wechselte sie ins höhere Fach. Seit ihrem Debüt als Cherubino in "Cortina" ist Stemme an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt aufgetreten. 1994 debütierte sie bei den Bayreuther Festspielen als Freia im Rheingold, 2003 verkörperte sie beim Glyndebourne-Festival zum ersten Mal die Isolde, welche seitdem zur Paraderolle der Künstlerin wurde. Sie gilt als einer der bedeutendsten Wagner-Soprane der Gegenwart.

Der Musikpreis wurde im Jahr 1990 ins Leben gerufen und soll herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik anerkennen. Dotiert ist er mit 10 000 Euro, die von der Köhler-Osbahr-Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören unter anderem die Choreographin und Tänzerin Pina Bausch (2008) und der Violinist von Weltruf Frank Peter Zimmermann - ein gebürtiger Duisburger.

Ausgezeichnet werden mit dem Preis nicht nur Musiker - unter den bisherigen Preisträgern waren nur vier Musiker -, sondern grundsätzlich Persönlichkeiten, die sich um das Musikleben verdient gemacht haben, wie etwa auch Komponisten, Regisseure, Bühnen- oder Kostümbilder und Schriftsteller, die ein bedeutendes Werk der Musikliteratur verfasst haben.

Die Sängerin wir den Preis am 9. November, 11 Uhr, im Lehmbruck- Museum persönlich im Rahmen eines Festaktes in Empfang nehmen. Zu Ehren von Nina Stemme, die zur Preisverleihung nicht selber singen wird, wird das Festprogramm aus dem Septett B-Dur für Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass (1828) des schwedischen Komponisten Franz Berwald bestehen. Die Laudatio hält Stephan Mösch, ehemaliger Chefredakteur der Fachzeitschrift "Opernwelt"; die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

(RP)
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