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Duisburg Sonnenschule hat ein Zuhause

Duisburg · Die Schule für kranke Kinder und Jugendliche hat ihr neues Domizil am Bertha-Krankenhaus bezogen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten Lehrer, Politiker und Mitarbeiter der Stadt Mittwoch die offizielle Eröffnung.

Nach mehr als sechseinhalb Jahren hat die Sonnenschule wieder ein festes Domizil. Dort, wo bis vor kurzem noch die marode Massageschule des Bertha-Krankenhaus vor sich hin bröckelte, wurde für rund eine Million Euro ein moderner, zweigeschossiger Neubau hochgezogen. Er bietet Platz für sieben Klassenräume, einen Werkraum, einen Mehrzweckraum, einen Computerraum, eine Lehrküche, ein Lehrerzimmer, ein Büro für die Schulleitung und Sanitärräume. Überall dominieren helle Farben, durch die vielen Fenster dringt jede Menge Licht.

Die Sonnenschule unterrichtet Kinder und Jugendliche aller Schulformen in Krankenhäusern, Kinder- und Jugendpsychiatrien sowie Reha- und Kurkliniken, die länger erkrankt sind und mindestens für vier Wochen stationär behandelt werden müssen. So soll verhindert werden, dass die Schüler den Anschluss verlieren. Die meisten der Kinder und Jugendlichen, die an der Sonnenschule unterrichtet werden, sind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bertha-Krankenhaus in stationärer Behandlung.

Alte Schule 2004 abgebrannt

Das alte Gebäude der Sonnenschule am Klinikum Duisburg war im Januar 2004 abgebrannt. Die Schüler wurden zunächst in der vierten Etage eines ehemaligen Personalwohnheims des Klinikums in Wedau unterrichtet. Dann zog die dortige Kinder- und Jugendpsychiatrie ans Bertha-Krankenhaus um — fortan mussten die Kinder jeden Tag von der Klinik in Rheinhausen zum Unterricht in den Duisburger Süden gefahren werden.

Um dies zu vermeiden, wurde ein neuer Standort in Rheinhausen gesucht. Nach langen Diskussionen entschied man sich schließlich dafür, die neue Sonnenschule auf dem Gelände des Bertha-Krankenhauses zu errichten. Damit die Schüler bis zur Fertigstellung des Neubaus nicht länger pendeln müssen, zog die Schule im Oktober 2008 in eigens dafür aufgestellte Container neben dem "Bertha" um.

Schulleiter Karl-Heinz Schüller zeigte sich gestern bei der Einweihung "beglückt", dass die lange Zeit des Provisoriums endlich vorbei ist. "Die Räume in dem alten Wohnheim in Wedau waren winzig", erinnert er sich. Und auch in den Containern sei die Arbeit nicht einfach gewesen. Die Räume seien schlecht isoliert gewesen. "Oben war es heiß, an den Füßen hat man gefroren." Außerdem sei die Akustik nicht gut gewesen. Schüller: "Ich freue mich, dass wir unseren Schülern nach so langer Zeit endlich wieder ein optimales Lernumfeld bieten können."

Speziell ausgebildete Lehrer

Derzeit unterrichten sechs Lehrer aller Schulformen an der Sonnenschule. Sie haben eine sonderpädagogische Ausbildung oder umfassende pädagogische und psychologische Kenntnisse. Bei ihrer Arbeit orientieren sie sich an den Lehrplänen der jeweiligen Herkunftsschulen. Zeitpunkt und Dauer des Unterrichts hängen ganz von der gesundheitlichen Verfassung der Schüler ab. Die rund 30 bis 40 Kinder und Jugendlichen werden in Kleingruppen oder einzeln unterrichtet.

(RP)
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