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Duisburg: Sonne lockt 7000 Gäste zur Beach Party

Duisburg : Sonne lockt 7000 Gäste zur Beach Party

Im Strandbad Wedau trafen sich Samstagabend wieder die Fans des Schlagers und des Rock. Und zwischendurch konnte man einfach ein wenig auf der Wiese relaxen und seinen Imbiss genießen.

Unter perfekten Wetterbedingungen konnte die 43. Beach Party am Samstag starten, so dass sich die große Wiese schon früh zu füllen begann. "3000 Karten gingen schon im Vorverkauf weg", sagte Konrad Sühs, der Inhaber des Strandbads, der mit Klaus Siepmann die Party veranstaltet. "Für eine Open-Air-Veranstaltung ist das schon eher ungewöhnlich." Doch zu dieser Feier kommen nicht nur die Duisburger schon aus der Tradition heraus - "auch bei schlechtem Wetter".

Mit den passenden Openern herrschte von Anfang an auch ausgelassene Stimmung, besonders im vorderen Bereich vor der Schlagerbühne: Neuankömmlinge steuerten geradewegs auf das Partyvolk zu, das sich im Dreivierteltakt zu "Heute fährt die 18 bis nach Istanbul" gesungen von "Wüste Wüstensöhne" bereits in einer Polonaise über die Wiese schlängelte. Zusammen mit den Jungs auf der Bühne sangen und tanzten sie später auch den umstrittenen "Gaucho-Song" - einfach nur aus Spaß. "Schlager sind einfach ein Selbstläufer", weiß Sühs. So blieb die Stimmung dort bis zur letzten Minute, welche die "Mallorca Cowboys" gestalteten, auf dem Siedepunkt.

Wessen Geschmack das nicht traf, der konnte einfach rüber zur anderen Bühne schlendern. Vorbei an den verschiedenen Getränkeständen und Imbissbuden. "Das ist das Schöne an diesem Gelände - es ist so weitläufig. Die Leute müssen hier nicht vor der Bühne stehen bleiben, sondern können flanieren und Bekannte treffen", so der Veranstalter. Genau das steht auch gerade für diejenigen ganz oben auf der Liste, die schon vor vielen Jahren regelmäßig dabei waren. Wie die beiden Duisburgerinnen Sabine Schmidt und Karen Rother: "Man trifft hier alte Bekannte. Letztes Jahr haben wir einen Schulkameraden nach 30 Jahren wiedergesehen. Das war nett." Zwischenzeitig waren die Freundinnen eine ganze Weile nicht mehr auf dieser Party, doch dann stellten sie wieder fest: "Bei gutem Wetter, kann man hier einen schönen Abend verbringen."

Genau das war auch das Ziel der Duisburger Nicola Drömer und Bruno Firenze. Sie besuchen die Duisburger Beach Party seit "bestimmt schon über zehn Jahren." Letztes Jahr gefielen ihnen die Bands zwar nicht so gut, erzählen sie, "aber wir treffen alte Freunde wieder - obwohl hier mittlerweile auch ganz schön viele Jugendliche sind."

Neben den Jugendlichen waren aber auch Familien mit kleinen Kindern am frühen Abend da, Leute mittleren Alters wie auch ältere Partygäste jenseits der 50 - und alles blieb außerordentlich friedlich, trotz ein paar Betrunkener.

Hinter der mittigen, "neutralen Zone", in der die Leute auf der Wiese fläzten, genüsslich Hot Dogs oder Pommes Frites aßen, stimmte "Schröder" auf der Rockbühne die Gäste mit Songs quer durch die Genres Soul, Pop, Neue Deutsche Welle und natürlich Rock ein. BAPs "Verdammt lang her" aus den 80ern kam genauso gut an wie "Narcotic" von Liquido, bei dem die Rockröhren vor der Bühne - trotz der Wärme - lauthals herumsprangen.

Die Publikumsmagneten auf der Rockbühne waren zum einen die Hamburger Kultcoverband "Die Toten Ärzte", die - wie der Name schon vermuten lässt - das Publikum mit einer Mischung aus "Die toten Hosen" und "Die Ärzte" von den Socken haute. Zum anderen war es die national gefeierte Band "Völkerball". "A Tribute to Rammstein", so ihr Untertitel und ihre Passion. Die sechs Musiker schlüpften mit Maske, Bühnenbild und -show nahezu perfekt in die Rolle ihrer Vorbilder. Mit ihnen ging es noch einmal richtig ab, sie heizten dem Publikum ordentlich ein - und das nicht nur durch ihre aufwendigen Pyroeffekte auf der Bühne.

"Am späten Abend mussten wir noch Eis an der Tankstelle holen", ansonsten "war alles von vorne bis hinten eine runde Sache", sagte Konrad Sühs. Mit 160 Kräften samt Security und DRK hatten sie alles im Griff.

(RP)