Duisburg: Sommernachtstraum und "FPZ"

Duisburg: Sommernachtstraum und "FPZ"

In der laufenden Saison 2017/18 bieten die Philharmonischen Konzerte eine bunte Vielfalt, Axel Kober amtiert als Chefdirigent, die Gastdirigenten sind GMD-Kandidaten. Hier der zweite Teil unserer kleinen Vorschau.

Von 2017 bis 2019 haben die Duisburger Philharmoniker keinen Generalmusikdirektor. Um die Kontinuität zu gewährleisten, ist Axel Kober, seit 2009 GMD der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, in dieser Zeit Chefdirigent mit drei der zwölf Programme (ein GMD hat sechs). Wie gestern berichtet, hat Kober seinen Vertrag mit der Rheinoper um weitere fünf Jahre verlängert - bis Sommer 2024. Damit der oder die neue GMD im September 2019 sein oder ihr Amt antreten kann, sind die neun Gastdirigenten der laufenden Saison 2017/18 zugleich GMD-Kandidaten (die RP berichtete).

Zu Beginn der zweiten Hälfte der Saison gibt es im nächsten, siebten Philharmonischen Konzert am 7. und 8. März Auszüge aus den ersten beiden Suiten op. 64a und b aus dem Ballett "Romeo und Julia" von Sergej Prokofjew sowie die Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin in der Konzertfassung von Robert Russell Bennett. Der Gastdirigent ist Carl St. Clair, als Solisten singen Angela Brown (Sopran) und Kevin Deas (Bassbariton).

Im achten Philharmonischen Konzert am 21. und 22. März singt die vielfach mit Duisburg verbundene Altistin Eva Vogel den Liederzyklus "Sea Pictures" von Edward Elgar; David Marlow, derzeit Chefdirigent der Vogtland-Philharmonie, rahmt mit "Ibéria" von dem vor 100 Jahren gestorbenen Claude Debussy und dem Zyklus "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorsky in der beliebten Orchestrierung von Maurice Ravel.

Axel Kober hat seinen für diese Saison dritten, großen Auftritt im neunten Philharmonischen Konzert am 25. und 26. April. Louise Pollock heißt die 28 Jahre junge Solistin im romantischen Concertino für Posaune und Orchester Es-Dur op. 4 von Ferdinand David; den Rahmen bilden die Serenade für Streichorchester E-Dur op. 22 von Antonín Dvorák und die Schauspielmusik zu Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" op. 21 und 61 von Felix Mendelssohn, es singen Heidi Elisabeth Meier (Sopran) und Katarzyna Kuncio (Mezzosopran) von der Rheinoper sowie der Konzertchor Mädchenchor am Essener Dom.

Foto: Susanne Diesner/Andreas Endermann (Archiv)
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Duisburgs derzeitiger "Artist in Residence" (Gastkünstler) Boris Giltburg krönt das zehnte Philharmonische Konzert am 16. und 17. Mai mit dem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 von Sergej Rachmaninow; der Gastdirigent Benjamin Shwartz rahmt mit dem Scherzo fantastique op. 3 von Igor Strawinsky und dem Konzert für Orchester von Béla Bartók.

Sicherlich freuen sich viele Duisburger besonders auf das elfte Philharmonische Konzert am 6. und 7. Juni. Denn dort tritt der 1965 in Duisburg geborene Weltgeiger Frank Peter Zimmermann auf. "FPZ", wie er hier gerne genannt wird, ist dann der Solist in der Kammermusik Nr. 4 für Violine und größeres Kammerorchester op. 36 Nr. 3 von Paul Hindemith sowie in der Fantasie für Violine und Orchester C-Dur op. 131 von Robert Schumann. Der aus der Schweiz stammende Göttinger GMD Christoph-Mathias Mueller rahmt sein Duisburger Debüt mit der Fantasie f-Moll D 940 von Franz Schubert, orchestriert von Felix Mottl, und der Sinfonie Nr. 104 D-Dur von Joseph Haydn.

Es kommt aber noch besser, nämlich mit dem zwölften und somit für diese Saison letzten Philharmonischen Konzert am 27. und 28. Juni. Denn da ist der 1991 in Rastatt geborene Frank Dupree der Solist in seinem Leib- und Magenwerk, Gershwins Konzert für Klavier und Orchester F-Dur; die gleichfalls noch junge französische Dirigentin Ariane Matiakh rahmt mit der skurrilen Ballettsuite "Les animaux modèles" ("Die vorbildlichen Tiere") von Francis Poulenc sowie der außergewöhnlich schwungvollen und optimistischen Sinfonie Nr. 6 A-Dur von Anton Bruckner.

Karten gibt es am einfachsten im Internet unter karten@theater-duisburg.de.

(hod)