Sommerliche Orgelkonzerte in Duisburg: Französisches an der Abteiorgel

Orgelkonzert : Französisches an der Abteiorgel

Der fünfte Abend der Sommerlichen Orgelkonzerte war einer der Höhepunkte der diesjährigen Konzertreihe. Auch das Abschlusskonzert wird es noch einmal in sich haben.

Das katholische Bistum Essen schickt seine sechs Sommerlichen Orgelkonzerte seit diesen Sommerferien erstmals nicht nur in die Probsteikirche St. Urbanus in Gelsenkirchen (jeden Montag) und in die Liebfrauen-Kirche in Bottrop-Eigen (jeden Mittwoch), sondern auch jeden Freitag in die Abteikirche St. Johann in Duisburg-Hamborn (die RP berichtet regelmäßig). Den fünften Abend der Konzertreihe gestaltete jetzt Horst Remmetz, Kantor an der Herz-Jesu-Kirche Oberhausen.

Sein Programm enthielt drei Meisterwerke der französischen Orgelmusik. Den Rahmen bildeten zwei populäre Suiten, nämlich die aus einer Filmmusik entstandene „Suite carmelite“ (1960) von Jean Françaix und die hochromantisch-neoklassische, viersätzige „Suite gothique“ op. 25 (1895) von Léon Boëllmann. Dazwischen kam jene barocke „Messe pour les couvents“, die aus 21 meist kurzen Sätzen besteht und besonders gut auf die 1986 erbaute Hamborner Mönch-und-Prachtel-Orgel mit ihren knackigen Zungenstimmen passt. Remmetz registrierte und spielte das alles sehr souverän und stilsicher, nur ganz selten etwas zu flüchtig. Insgesamt war das ein Höhepunkt dieser Sommerlichen Orgelkonzerte.

Der nächste, sechste und somit für dieses Jahr schon letzte Abend der für Hamborn neuen Konzertreihe des Bistums am Freitag, 21. August, um 20 Uhr, ist ein krönender Abschluss. Denn dann bringt Frederike Spangenberg, Organistin der Klosterkirche St. Marien in Bochum-Stiepel, Werke von Felix Mendelssohn (Sonate B-Dur op. 65 Nr. 4), Arnold Mendelssohn („Wie heilig ist die Stätte hier“ op. 104 Nr. 4), Johannes Brahms (Präludium und Fuge g-Moll WoO 16), Simon Preston („Alleluyas“), William Albright („Nocturne“ und „Jig for the feet (Totentanz)“) sowie von dem vor 30 Jahren gestorbenen Österreicher Josef Friedrich Doppelbauer („Suite breve“). Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

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