Smart City: Duisburg legt Masterplan Digitales Duisburg vor

Duisburg auf dem Weg zur „Smart City“ : Vom Baustellen-Viewer bis zur Mieter-App

Die Themen reichen vom „Baustellen Viewer“ über „Smart Parking“ bis zur „Mieter App“: Der Masterplan Digitales Duisburg soll der Stadt den Weg zur „Smart City“ weisen. Nach über einem Jahr Arbeit ist er nun fertig.

Der Baustellen-Viewer soll uns warnen – vor Engpässen und Staus. Das erfordert, alle Baustellen im Stadtgebiet in einer Datenbank zu pflegen und diese Daten dann kartographisch darzustellen. Der Viewer ist eine von vielen Möglichkeiten, die der jetzt vorgelegte Masterplan Digitales Duisburg aufzeigt. Der Plan ist das Ergebnis von einem Jahr intensiver Arbeit in Programm- und Strategiekreisen unter Federführung von Digitalisierungsdezernenten Martin Murrack. Der Plan soll die Basis für innovative digitale Anwendungen sein, die zu einer Steigerung der Lebensqualität sowie wirtschaftlichen Attraktivität und Nachhaltigkeit führen. Er beinhaltet zunächst 22 Projekte und fünf Maßnahmen und soll alle zwei Jahre fortgeschrieben werden. „Ein Masterplan Digitalisierung wird niemals fertig sein“, so Murrack. Doch auch wenn er nur eine Momentaufnahme sei, halte er ihn doch für ein „innovatives Werk“.

Hier einige Beispiele aus dem Masterplan:

Smarte Beleuchtung Hier startet ein Pilotprojekt an der Friedrich-Wilhelm-Straße in Höhe des Kantparks. Dabei werden einzelne Beleuchtungsmasten miteinander vernetzt, die eine an Bedürfnisse und Präsenz angepasste Helligkeitssteuerung bekommen. Parkende Autos, der Verkehrsfluss und die Umwelt haben dann Einfluss darauf, wie hell die auf LED umgerüsteten Beleuchtungsmasten dann sind. Gleichzeitig wird ein öffentliches W-Lan-Netz bereitgestellt. Auch in Marxloh soll an einigen Stellen smarte Beleuchtung installiert werden.

Der jetzt vorgelegte Plan ist 26 Seiten stark. Foto: Mike Michel

Mieter App Dieses Tool soll von der Gebag gesteuert werden. Mieter können mit der App selbst ihre persönlichen Daten oder Bankverbindung ändern, einen Schaden in der Wohnung melden, Mietbescheinigung, Betriebskostenabrechnung oder Mietvertrag abrufen und weitere Informationen enthalten.

Online-Terminvergabe Ziel ist es dabei, die Wartezeiten der Bürgerinnen und Bürger in den Ämtern und Servicestellen zu verringern und gleichzeitig die Planbarkeit für die Ämter zu erhöhen. Das entlastet gleichzeitig auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Serviceportal Viele Routineangelegenheiten lassen sich mit Hilfe dieses Portals online erledigen, ohne dass man persönlich auf dem Amt erscheinen muss.

Live Lage Der Einsatz von Drohnen soll es der Feuerwehr ermöglichen, sich in einem Schadensfall schnell aus der Luft einen Überblick zu verschaffen. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt.

W-Lan in Bus und Bahn Im Zuge der Neubeschaffung werden die Transportmittel der DVG mit W-Lan-Routern ausgestattet, um den Fahrgästen einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung zu stellen.

Open Data-Portal Neben vielen Statistiken gibt es hier auch öffentlich zugängliche Informationen zu Baustellen, Gewerbeflächen, Baulasten und anderen Daten. Das Portal ist bereits im März unter der Adresse www.opendata-duisburg.de online gegangen.

Chips für die Biotonne Seit April haben die Wirtschaftsbetriebe rund 1900 Biotonnen mit einem Chip ausgestattet, der die Leerung am richtigen Tag in der richtigen Woche gewährleisten soll.

Smart Parking Dadurch soll die Möglichkeit des mobilen Zahlens von Parkgebühren per Smartphone erweitert werden. Zudem soll mit einer App der Belegungsstatus des Parkraums beziehungsweise eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit eines freien Parkplatzes abgerufen werden können.

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