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Duisburg: Sinnliche Münzkunde

Duisburg : Sinnliche Münzkunde

Im Kultur- und Stadthistorischen Museum findet am 1. und 2. Juni das 57. Norddeutsche Münzsammlertreffen statt. Außerdem beginnt am 3. Juni eine spannende und schöne Ausstellung über "Siamesische Porzellantoken".

Das Duisburger Kultur- und Stadthistorische Museum (KSHM) steht dank der Sammlung Köhler-Osbahr und des stellvertretenden Museumsdirektors Ralf Althoff inzwischen international für sinnliche und allgemeinverständliche Münzkunde.

Vom Spielgeld zum Kleingeld

Davon zeugen jetzt zwei große Veranstaltungen. Zum einen lädt der "Verein der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V." für den 1. und 2. Juni ins KSHM zum 57. Norddeutschen Münzsammlertreffen. Beteiligt sind weiterhin die "Deutsche Numismatische Gesellschaft e.V.", "Koninkljjk Nederlands Genootschap voor Munt- en Penningkunde" und die "Rheinischen Münzfreunde e.V.". Bedingt durch die strategisch günstige Lage Duisburgs, reisen zum Thema "Das Mittelalter zwischen Rhein und Nordsee" hochrangige Fachwissenschaftler nicht nur aus Westfalen und den Rheinlanden an, sondern auch aus den benachbarten Niederlanden und Belgien, einer sogar aus Polen.

Zum anderen läuft im KSHM von 3. Juni bis zum 30. September die Ausstellung "Siamesische Porzellantoken – Vom Spielgeld zum Kleingeld". Das klingt erst einmal exotisch und kurios – erweist sich aber als eine spannende und schöne Schau. Token sind geldähnliche Marken, die von Privatpersonen ausgegeben werden und zumeist nur für einen engen Zirkulationsbereich gedacht sind. Ausgestellt sind solche Token aus Porzellan aus Siam, dem heutigen Thailand, und ihr kultureller Kontext. Das ist eine kleine Auswahl aus dem entsprechenden Bestand der Sammlung Köhler-Osbahr, der 3300 Stücke umfasst.

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Im 18. Jahrhundert wanderten nach und nach zwei Millionen Chinesen nach Siam ein. Sie spielten gerne, und für den Einsatz in den Spielhäusern "Hongs" wurden Token aus China importiert, vergleichbar den "Chips" heutiger Kasinos. Nachdem der König das Kleingeld eingezogen hatte, dienten die Token im 19. Jahrhundert auch als Ersatz dafür. Manchmal wurden die Token auch heimlich ungültig gemacht, um den reichen Chinesen zu schaden oder einfach um neue in Umlauf zu bringen.

Gezeigt werden nicht nur schön anzusehende vormünzliche Zahlungsmittel, sondern auch wuchtige Geldkisten, vergilbte Postkarten und raffinierte Würfelbecher, mit denen die Bank nie verlieren konnte.

(hod)