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Facebook-Lieblinge in Duisburg: Sinalco schlägt den MSV

Facebook-Lieblinge in Duisburg : Sinalco schlägt den MSV

Facebook wird immer wichtiger. In dem sozialen Netz tummeln sich weltweit über 900 Millionen Nutzer. Nicht nur persönliche Profile finden sich hier, auch immer mehr Firmen oder sogar Sehenswürdigkeiten sind in der großen Facebook-Familie zu finden.

Die Unternehmen nutzen das Portal nicht nur für Werbung, sondern schätzen auch den direkten Kontakt zum Kunden. "Bei Facebook ist es nicht wie bei einer Werbeanzeige, die wir uns ausdenken und dann veröffentlichen. Hier bekommt man direkte Ressonanz und muss auch Kritik einstecken können", weiß Thomas Münzer, Pressesprecher von Sinalco.

Der Duisburger Getränkehersteller hat die meisten "Fans" unter den Duisburger Institutionen. Über 40 000 Facebook-User haben bei der Marke auf den Button "Gefällt mir" geklickt. "Wir nutzen Facebook, um unsere Produkte gerade bei unserer Hauptzielgruppe der 14- bis 29-Jährigen bekannter zu machen" sagt der Sprecher des Getränkekonzerns. Die Kontaktaufnahme zum Konsumenten erfolge leichter als früher. Seine Seite nutzt Sinalco, um Foto-Wettbewerbe zu starten, Tickets zu verlosen und seinen Anhängern ein Portal zu bieten.

Der immer höheren Bedeutung von Facebook trug auch der größte Fußballverein in Duisburg Rechnung. Der MSV Duisburg ist seit anderthalb Jahren mit einer eigenen Seite in dem sozialen Netzwerk vertreten und hat über 20 000 Fans. "Wir versorgen unsere Fans auf Facebook mit Informationen und starten Aufrufe", sagt Martin Haltermann, Pressesprecher des Fußballvereins. "Zum Beispiel haben wir einem verletzten Spieler Genesungswünsche der Nutzer überbracht, über die er sich sehr gefreut hat. Oder wir lassen über Facebook den besten Spieler der Saison wählen", erklärt er. Beim Kontakt mit dem Fan erfülle das Netzwerk aber nur eine zusätzliche Funktion. Mit Emails, einem Fanbeauftragten und Fan-Foren informiert sich der MSV auch in anderen Quellen, was die Fans gerade bewegt.

Den dritten Platz in der Rangliste der meisten Facebook-Anhängern in Duisburg ist der Delta Music Park. Hier wird der ein oder andere schon seine Nächte verbracht haben. Auf der Seite des Clubs gibt es Fotos der Partynächte und die nächsten Veranstaltungen werden angekündigt. Außerdem werden eigene Aktionen wie ein Tippspiel zu EM beworben.

Doch nicht nur über Clubs oder Unternehmen kann man sich bei Facebook informieren, auch viele Duisburger Sehenswürdigkeiten finden sich im Netz. Der Landschaftspark Duisburg kann auf 2.459 "Gefällt mir"-Angaben blicken und der Innenhafen kommt auf 3.307 Anhänger.

Wer das Duisburger Original Schimanski auf dem TV-Bildschirm vermisst, kann sich bei Facebook durch die Erinnerungen klicken. Auf sieben verschiedenen Schimanski-Seiten können sich User über die Kult-Tatorte informieren. Einer der Horst Schimanskis ist topaktuell infomiert: Er gratuliert Sören Link zur gewonnenen Oberbürgermeisterwahl.

Aber auch kuriosen Duisburger Persönlichkeiten begegnet man in dem größten sozialen Netzwerk der Welt. Selbst Gerhard Mercator hat hier seine eigene Seite. Geboren am 5. März 1512 finden sich Persönlichkeiten wie der Kartograph Gemma R. Frisius (gestorben 1555) in seiner Freundesliste.

Hier geht es zur Infostrecke: Die zehn beliebtesten Duisburger Facebook-Seiten