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Duisburg: Sieben Abgeordnete möglich

Duisburg : Sieben Abgeordnete möglich

Zwar ist seit der jüngsten Landtagswahl am 9. Mai 2010 gar nicht viel Zeit vergangen – trotzdem hat sich in Duisburg viel getan. Spannend wird, wer am Sonntag über die Landeslisten in den Landtag einzieht.

Zwar ist seit der jüngsten Landtagswahl am 9. Mai 2010 gar nicht viel Zeit vergangen — trotzdem hat sich in Duisburg viel getan. Spannend wird, wer am Sonntag über die Landeslisten in den Landtag einzieht.

Gisela Walsken im Süden, Rainer Bischoff im Westen, Ralf Jäger in der Mitte und Sören Link im Norden sorgten 2010 dafür, dass alle vier Duisburger Direktmandate an die Sozialdemokraten gingen. Für Gisela Walsken als Regierungspräsidentin in Köln und Ralf Jäger als Landesinnenminister ging es inzwischen auf der Karriereleiter weiter bergauf. Sören Link als Oberbürgermeisterkandidat und Gisela Walsken treten diesmal nicht mehr an. Ihre "Nachfolger" bei der SPD, Sarah Philipp im Süden und Frank Börner im Norden, gelten aber ebenso als Favoriten für den direkten Einzug ins Landesparlament. 2010 hatten die Sozialdemokraten zwischen 25 und 30 Prozentpunkte Vorsprung auf die zweitplatzieren Christdemokraten — bis auf den Süd-Kreis. Hier brachte es Gisela Walsken auf 44,2 Prozent, Thomas Mahlberg (CDU) auf 31,1 Prozent.

30 Prozent Abstand

Das beste Ergebnis fuhr Sören Link mit 53,3 Prozent in Walsum und Hamborn ein. Volker Mosblech (CDU) lag mit 23,4 Prozent knapp 30 Prozent dahinter. Anna Conrads (Linke) zog über die Landesliste ihrer Partei in den Landtag. Das gilt auch für Holger Ellerbrock (FDP), der allerdings erst später nachrückte. Diesmal könnten sich sogar insgesamt sieben Duisburger Hoffnung machen. Neben den vier Direktkandidaten sind Anna Conrads (Listenplatz sieben), Holger Ellerbrock (Platz 14) und auch Petra Vogt (CDU, Listenplatz zwölf) durchaus aussichtsreiche Anwärter auf einen Platz im nordrhein-westfälischen Landtag. Allerdings müssen die Linken und die Liberalen erst einmal ihre Zitterpartien erfolgreich überstehen. Nach den jüngsten Umfragen zumindest sieht es für die Linken (vier Prozent) zurzeit wohl nicht so aus, als ob es zum Wiedereinzug in den Landtag reichen könnte.

FDP bleibt optimistisch

Die FDP dagegen befindet sich eindeutig auf dem Weg der Besserung. Nach dem respektablen Ergebnis am Wochenende in Schleswig-Holstein könnte es auch in NRW wieder reichen: Nach den jüngsten Umfragen kommen die Liberalen auf rund sechs Prozent. Holger Ellerbrock hatte ohnehin stets erklärt, seine Partei sei schon so oft für "tot" erklärt worden, dass er ganz ruhig und optimistisch bleibe.

Möglicherweise sitzt Ellerbrock nach der Wahl gemeinsam mit Petra Vogt auf den Oppositionsbänken. Die CDU-Fraktionschefin im Duisburger Rathaus bekam von der Landespartei einen guten Listenplatz und kann sich berechtigte Hoffnungen machen, in den Landtag einzuziehen.

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(RP/rl)