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Duisburg: Selbsthilfegruppen stellen sich am Klinikum vor

Duisburg : Selbsthilfegruppen stellen sich am Klinikum vor

Wedau "Selbsthilfe macht stark". Mit dieser Aussage wirbt die Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg auf einem Flyer für ihre wichtige Arbeit.

Davon konnten sich am Sonntag viele Besucher beim "Herbstmarkt der Selbsthilfe" auf dem Gelände des Klinikums Duisburg überzeugen. 20 Duisburger Selbsthilfegruppen, unter anderem die Schlaganfall-Selbsthilfe Duisburg, die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, die Deutsche Parkinson Vereinigung und die Deutsche Rheuma-Liga, präsentierten sich hier. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter informierten über ihre Arbeit und konnten auch oft schon ersten Rat und Hilfestellung anbieten.

Kontakte untereinander

"Diese Veranstaltung wird in dieser Form zum ersten Mal durchgeführt", erklärte Ute Kozber vom Klinikum Duisburg und ergänzte: "Wir arbeiten schon lange mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle zusammen, so zum Beispiel in der Kommunalen Gesundheitskonferenz hier vor Ort."

Kozber wies auch auf die Kursangebote des Klinikums Duisburg im Bereich des Rehabilitationssports hin, die im Anschluss an eine schwere Erkrankung den Patienten helfen können, sich wieder in den Alltag zu integrieren und neue Lebensfreude zu entwickeln.

"Die Arbeit der Selbsthilfegruppen beginnt, wenn aus ärztlicher Sicht austherapiert ist, erklärte Claudia Scherrer, die Verwaltungs-Direktorin des Klinikums. "Dann werden wir in Absprache mit unseren Patienten und deren Angehörigen aktiv und stellen bei Bedarf Kontakte zu den einzelnen Selbsthilfegruppen her."

Über die Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstellen wusste Anja Hoppermann von der Duisburger Kontaktstelle zu berichten: "In NRW gibt es knapp 60 Selbsthilfe-Kontaktstellen.

Allein in Duisburg gibt es zirka 200 verschiedene Selbsthilfegruppen, die die Bereiche Chronische und Psychische Erkrankungen, Behinderungen, Sucht und Soziale Selbsthilfe abdecken. Wir stellen auf Wunsch Kontakte zu den einzelnen Gruppen her und unterstützen auch die einzelnen Selbsthilfegruppen."

Aus eigener Erfahrung

Willi Haas, der Leiter der Dinslakener Parkinson-Kontaktgruppe, nahm diesen Tag zum Anlass, sich bei den Duisburger Gruppen zu informieren. Interessant für ihn war vor allem der Kontakt zu Inge Klein von der Duisburger Demenz- und Alzheimer-Selbsthilfegruppe. "Die Krankheitsbilder sind gegeneinander nie so streng abzugrenzen und haben schon Berührungspunkte."

Haas weiß, wovon er spricht. Er selbst lebt mit der Parkinson-Erkrankung. "Ich mache jeden Morgen anderthalb Stunden Gymnastik und bewege mich. Früher habe ich Orgel gespielt, das kann ich leider nicht mehr." Er sagt aber auch: "Man darf nicht aufgeben!" Auch das lerne man in der Gruppe.

(pol)