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Beutel in Gully entsorgt: Sechs Tonnen Hundekot in Duisburg pro Tag

Beutel in Gully entsorgt : Sechs Tonnen Hundekot in Duisburg pro Tag

"Tretminen" sagt, wer sich über Hundehaufen auf Wegen und Wiesen ärgert. Das eklige Dauerproblem treibt nun neue Blüten, berichten die Wirtschaftsbetriebe. Es sind Hundehalter unterwegs, die zwar den Kot ihrer Vierbeiner mit einem Tütchen aufnehmen (so ist es auch richtig) - den Beutel dann aber in die Rabatten werfen oder in den Gully.

In Plastik verpackt, verrottet der Haufen aber nicht, wird so zur doppelten Umweltbelastung. Im Abwassersystem können die Päckchen sogar zu Verstopfungen führen, berichtet WBD-Sprecherin Sarah Mdaghi. Bürger hatten die Entsorger auf den Tütenirrsinn hingewiesen, und die Wirtschaftsbetriebe verdeutlichen darum noch einmal: Haufen samt Tüte bitte in den nächsten Restmüllbehälter werfen. Alles andere ist schlichtweg widerlich.

Das Ekelthema hat durchaus Gewicht. Immerhin knapp 24 000 Hunde leben in Duisburg. Bei einem halben Pfund Kot pro Tier kommen so sechs Tonnen zusammen. Und das täglich. Mdaghi: "Bei so einer Masse ist es wichtig, dass Halter und Hund ein gutes Team sind. Dazu gehört auch, den Kot richtig zu entsorgen."

Das gelingt nicht überall, in einigen Gegenden sollten Spaziergänger den Blick auf den Boden richten. In Ruhrort etwa, berichtet die WBD-Sprecherin, habe sie unlängst fünf Haufen auf 50 Metern gezählt. Natürlich muss der Hund auch sein Geschäft machen können. Im Stadtgebiet gibt es dafür Hundetoiletten. Auch ein großes Geschäft im Gebüsch ist erlaubt, dort, wo niemand reintreten kann.

(lub)